Chronik des Kerbverein

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Beginn 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998
1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008


Der Beginn

Die Geschichte des Kerbvereins beginnt eigentlich schon einige Jahre vor seinem Gründungsjahr 1989. Ca. 4 Jahre zuvor, gründete eine größere Gruppe Klein-Umstädter Jugendlicher die Bad Boys 85. Die waren allerdings bei weitem nicht so „böse“ wie der Name glauben machte. Sicherlich, Jugendliche im Durchschnittsalter von 14 haben viel Blödsinn im Kopf, aber der Name war nicht Programm, sondern einfach „cool“. Das größte Problem der Klein-Umstädter Jugend war aber, dass abgesehen von sportlichen Vereinsaktivitäten für Jugendliche nicht sonderlich viel geboten wurde. Eine Ausnahme waren da die Klein-Umstädter Kerbborsche. So waren von 1986 an regelmäßig „Bad Boys“ als Kerbborsch oder Kerbvadder tätig und fanden so Geschmack an der alten Tradition, die „Kirchweih“ zu feiern. Allerdings war man mit der Struktur der Kerb nie so 100% tig zufrieden und so trafen sich am 5. Mai 1989 die Vertreter der Ortsvereine, der Ortsvorsteher und die Kerbborschen des aktuellen Kerbjahrgangs zu einer Sitzung im Clubraum des Bürgerhauses.

In dieser Sitzung sollte über die Zukunft der Klein-Umstädter Kerb entschieden werden.

Nachdem man die vergangenen Kerben Revue passieren lies, beschloss man auf Vorschlag der Kerbborschen einstimmig die Gründung eines Kerbvereins.

Dieser sollte in Zukunft die Planung und Durchführung der Kerb übernehmen und des weiteren die damit verbundenen Traditionen pflegen.

Nachdem man die Vereinssatzung festgelegt hatte, wendete man sich der Wahl des Vorstandes zu. An diesem Abend wurde der wohl jüngste Vorstand gewählt, den es je in Klein-Umstadt gab. Das Durchschnittsalter betrug 18 Jahre. Erster Vorsitzender wurde damals der ehemalige Kerbvadder Gregor Koch. Nachdem alle Formalitäten geklärt waren, übergaben die Ortsvereine den Gewinn der letzten Kerben dem neugegründeten Verein als Startkapital und sicherten volle Unterstützung für weitere Kerbveranstaltungen zu.

1989

So begann der junge Verein mit seinen 16 Gründungsmitgliedern und dem bescheidenen Startkapital mit der Planung der Kerb 1989

Da in seinem ersten Jahr ein großer Teil des Vereins auch als Kerbborschen tätig waren, entstand in diesem Jahr nicht nur eine Doppelbelastung für die Vereinsmitglieder, sondern auch der immer noch verbreitete Irrglauben, der Kerbverein und die Kerbborschen wären ein und dasselbe. Erster Kerbvadder unter dem KV war der 1. Vorsitzende Gregor Koch.

Trotz einiger Schwierigkeiten und Probleme verlief die Kerb 1989 durchaus zufriedenstellend. Freitagabends wurde von den Kerbborschen und den damals zum ersten Mal aktiv werdenden Kerbmädels, eine gutbesuchte Kerbdisco durchgeführt.

Und auch der Kerbtanz am Samstagabend, verlief für das erste Jahr unter der Leitung des Kerbvereins, recht gut.
Der Kerbsonntag hingegen wurde in diesem Jahr noch von der Freiwilligen Feuerwehr organisiert. Doch schon im darauffolgenden Jahr wurde auch dieser Veranstaltungsteil vom Kerbverein übernommen.

1990

So fand bei der Kerb 1990 zum ersten Mal ein Kerbgottesdienst mit anschließendem Frühschoppen im Bürgerhaus statt. Nach dem Festumzug traf man sich schließlich bei Kaffee und Kuchen zum Kerbspruch im Bürgerhaus. Ausserdem fand damals eine Wahl zur Miss Kerb statt, von der die Klein-Umstädter noch heute schwärmen. Denn zur Überraschung aller betraten damals keine hübschen Klein-Umstädterinnen die Bühne sondern in Frauenkleider geschlüpfte Kerbborschen. So wurde auch der erste Kerbsonntag unter der Leitung des Kerbvereins ein voller Erfolg.

1991

Dieser Erfolg hielt vorerst auch über die Kerb 1991 noch an.

1992

1992 hatten sehr zum Bedauern des Kerbvereins, leider keine Jugendlichen Interesse daran als Kerbborsch/mädel tätig zu werden. So fand in diesem Jahr keine Kerbdisco statt. Der Kerbtanz hingegen lief wie gewohnt und auch der Kerbsonntag hatte sich im Ablauf nicht verändert. Lediglich der Kerbspruch wurde in diesem Jahr nicht von einem Kerbvadder sondern von den Kerbfrauen vorgetragen.

Leider hatte der Kerbverein nicht nur zur damit zu kämpfen, dass mangels Interesse und anderer Gründe, keine Kerbborsche oder Mädels aktiv wurden. Das steigende Veranstaltungsangebot und die ebenso steigende Mobilität der Jugend, machte es zunehmend schwerer, Kerbborsche/mädels zu finden und die Besucherzahlen zu halten. Zudem noch genügend Klein-Umstädtern anscheinend nichts von der Gemeinnützigkeit des Kerbverein bekannt war und manche glaubten der KV würde in die eigene Tasche wirtschaften.

1993

Auch zur Kerb 1993 gab es leider keine Kerbborsche/mädels in Klein-Umstadt. Und so verlief diese Kerb ebenso wie die davor mit den Kerbfrauen.

1994

Im Jahr 1994 begab es sich, dass der TSV der bis dahin die Fastnachtssitzungen in Klein-Umstadt abhielt, beschloss keine weiteren Sitzungen mehr durchzuführen.

Auf Drängen einiger Fastnachtsakteure, trommelte der Kerbverein kurz entschlossen einige Mitglieder und ehemalige Akteure zusammen und nach einigen Telefonaten, wurde 1994 zu dem Jahr, in dem der Kerbverein seine erste Fastnachtssitzung abhielt. Sitzungspräsident war damals Jörg Heil, ehemaliger Kerbvadder und Vorstandsmitglied.

Da der Kerbverein aber einfach etwas Anderes machen wollte unterschied sich diese Fastnachtssitzung schon sichtlich von den vorangegangenen Sitzungen des TSV. Die hohen Erwartungen der Klein-Umstädter wurden aber trotzdem voll und ganz erfüllt und die Sitzung war ein riesiger Erfolg.

Kerb 1994 brachte noch immer keine Kerbborsche/mädels für Klein-Umstadt. So sprang für den Kerbspruch das Kerbhochzeitspaar ein. Am Kerbfreitag hatte sich der Kerbverein noch einmal an eine Discoparty gewagt. Diese wurde allerdings ein riesen Fiasko. Obwohl man den bekannten DJ des Darmstädter Hard Rock Cafes für diese Disco gewinnen konnte, waren die Besucherzahlen verschwindend gering. Obwohl, sowohl der Kerbtanz, als auch der Kerbsonntag gut besucht waren, machte der Kerbverein an diesem Wochenende ein sattes Minus.

Zum Glück für den Verein, hatte man aber an der Fastnachtssitzung gerade genug erwirtschaftet, um die Verluste der Kerb aufzufangen. Sonst wäre an dieser Stelle das Schicksal des Kerbvereins besiegelt gewesen.

1995

Zur Kerb 1995 erschien für den KV aber wieder ein Licht am Ende des Tunnels. Die Fastnachtssitzung lief wieder hervorragend und auch Kerbborsche/mädels sollte es in diesem Jahr wieder geben.

Allerdings kam es zu vorerst zu einer Änderung alter Kerbgewohnheiten. Der Veranstaltungstermin der Kerb wurde vom letzten, auf das erste September-Wochenende vorverlegt. Auf Grund des meist sehr schlechten Wetters zum ursprünglichen Termin und dem ungünstigen Zeitraum nach dem Groß-Umstädter Winzerfest, hatte man sich dazu entschieden. Die Anfangs mit verschiedenen Reaktionen aufgenommene Terminänderung, ist mittlerweile ein fester Bestandteil der Klein-Umstädter Kerb geworden.

Die vom Kerbverein, seit seinem Bestehen gesponserten und unterstützten Kerbborsche und Mädels, veranstalteten in Eigeninitiative eine große Discoparty im Bürgerhaus. Der Name "Tower of Lords" und eine super Mundpropaganda, bescherte den Kerbborsche/mädels ein überfülltes Bürgerhaus und dem Kerbverein einen super Kerbfreitag. Der Kerbtanz verlief gewohnt routiniert und auch die bis dato nur 1990 und 1991 stattgefundene "Namensgebung vom Kerbwatz" war wieder Programm. Nachdem am Kerbsonntag mal wieder ein Kerbvadder den Kerbspruch gehalten hatten, fand auch wieder ein bunter Nachmittag statt, in dessen Rahmen die Kerbborsche/mädels eine Playbackshow aufführten.

In diesem Jahr stellte der Kerbverein auch erstmals sein von Jörg Heil entworfenes Vereinswappen vor. Dieses Wappen beinhaltet die Geschichte des "Kloa-Imschder Schlauer Ochs" für die Kerb und zwei Harlekin-Masken stellvertretend für die Fastnacht.

Der Erfolg der Fastnachtsitzungen hielt bis heute an und wuchs wie die Besucherzahlen stetig, so dass der KV mittlerweile auch auf viele restlos ausverkaufte Sitzungen zurückblicken kann. Mit ständig neuen Geschichten um die Sitzung und ihren Elferrat, lockt der Kerbverein mittlerweile auch sehr viele auswärtige Gäste zu seinen Sitzungen und macht weit über die Grenzen Klein-Umstadts hinaus von sich Reden.

1996

Die Kerb 1996 lief nun zu ersten mal seit bestehen des KV in einem anderen Rahmen ab. Die Kerbdisco der Kerbborsche/mädels, "Tower of Lords II" fand nicht im Bürgerhaus, sonder in der Dorfschänke statt.

Der Kerbverein konnte zwar auf einige gelungene Veranstaltungen zurückblicken, war finanziell allerdings fast immer Null auf Null aufgegangen. Besonders der Kerbsamstag machte dem KV Sorgen. Trotz aller Mühen war er immer nur durchschnittlich gut besucht. Am Kerbsonntag hingegen, platzte das Bürgerhaus fast aus allen Nähten. So wurde meistens mit den Gewinnen vom Sonntag der Samstag aufgefangen. Zwar ist der Kerbverein ein gemeinnütziger Verein, doch um weitere Veranstaltungen durchführen zu können, muss eine gewisse Rücklage vorhanden sein.

So entschloss man sich in diesem Jahr am Kerbsamstag keinen Kerbtanz durchzuführen und nur den Kerbsonntag zu veranstalten. Stattdessen lief der Kerbsamstag ausschließlich in Klein-Umstadts Kneipen ab. Der Kerbsonntag lief fantastisch und auch die Fastnachtssitzung war so gut besucht, dass endlich die Rücklagen da waren um an Kerb mal etwas Neues zu versuchen.

1997

Doch leider gab es zur Kerb 1997 zuerst einen kleinen Dämpfer. Denn wiedereinmal wollte kein Klein-Umstädter Kerbborsch oder Mädel sein. So boten sich die Kerbbrothers (BIB-Bulls in black) für den Kerbspruch an. Vorher musste aber erst der Kerbsamstag über die Bühne gebracht werden. In diesem Jahr bekam dieser zum ersten Mal einen anderen Namen und wurde nicht als Kerbtanz durchgeführt. Mit dem Namen „Weißworscht Kerb“, einem Biergarten in der Halle, Weißbier vom Fass, Schmankerln bayrischer Küche und einer fünfköpfigen Band, hoffte man die Klein-Umstädter ins Bürgerhaus zu locken. Zwar waren die Besucherzahlen besser als die Jahre davor, aber auch jetzt lief der Samstag nicht so gut wie es der Kerbverein bei all der Mühe eigentlich verdient gehabt hätte. Der Kerbsonntag hingegen lief wieder gewohnt erfolgreich ab.

In diesem Jahr nahm der Kerbverein auch das erste Mal am Groß-Umstädter Winzerfestumzug teil. Als Schwarzbrenner verteilte man großzügig „Selbstgebrannten“ an die umstehenden Zuschauer.

Neben dem Winzerfestumzug beteiligte sich der Kerbverein aber auch an anderen Aktivitäten außerhalb des Vereins. Z.B. beim jährlichen Ortsvereinsschießen des Schützenclubs, bei der Stadtmeisterschaft der TSV-Kegelabteilung, sowie am Wendelinuscup der TSV- Fußballabteilung. Eigens hierfür gründete der Verein eine eigene Fußballmannschaft, die durch eine großzügige Spende sogar mit Trikots ausgestattet wurde. So sammelte der Kerbverein schon diverse Preise und Pokale.

1998

Nach der ersten restlos ausverkauften Fastnachtssitzung im Jahr 1998, bei der das vereinseigene Männerballett zum ersten Mal die Bühne betrat, hoffte man auch auf steigende Besucherzahlen während der Kerb 1998. Doch auch hier bekam der Kerbverein wieder einmal einen Dämpfer, die Kerbborsche/mädels beschlossen knapp 2 Wochen vor der Kerb, dass sie eigentlich kein Lust hatten an Kerb dabei zu sein. Zum einen wäre die Arbeit zu viel, zum anderen hätte man ja für die Kerb überhaupt kein Geld. Diesmal waren es die Kerbonkels die in die Presche sprangen. Allerdings nicht nur für den Kerbspruch. Die Kerbonkels übernahmen fast sämtliche Aufgaben der Kerbborsche/mädels. Am Kerbfreitag vollzogen die Kerbonkels zusammen mit ihrem Adjutanten die Kerbausgrabung am Bürgerhaus. Dabei hatten sich die Onkels in Schottenröcke gehüllt, um den knauserigen Borschen und -mädels zu zeigen, dass sogar geizige Schotten Kerb feiern können. Danach zogen die Drei durch alle Klein-Umstädter Kneipen um erstmals eine Bekanntmachung zu verlesen, in der sie den Beginn der Klein-Umstädter Kerb verkündeten. Diese Bekanntmachung ist mittlerweile fester Bestandteil der Klein-Umstädter Kerb. Außerdem hatte sich eine Gruppe älterer Klein-Umstädter, nach Absprache mit dem KV als Kerbfamily zusammen getan, einen Kerbwatz gebaut und sorgten ihrerseits für Stimmung. Frei nach dem Motto: „Wenn die Junge nid wolle, müsse halt die Alte ran“! Der Kerbsamstag lief schon etwas besser als im Jahr davor und der Sonntag war wie gewohnt ein großer Erfolg.
Auch am Winzerfestumzug beteiligte man sich wieder. Diesmal als Wilderer.

1999

1999 fand die bis dato erfolgreichste Fastnachtssitzung des KV statt. Diese 6.Sitzung fand soviel Anklang, dass noch bis in die frühen Morgenstunden gefeiert wurde.

In diesem Jahr ging der Kerbverein auch online und stellte seine eigene Homepage ins Netz. Gestaltet wird diese Seite komplett von Thomas Schwarz. Jörg Heil liefert hierbei aktuelle Texte, wie zum Beispiel die Chroniken.

Für die Kerb 1999 musste diesmal etwas Besonderes her, denn der KV feierte schließlich sein 10 jähriges Bestehen. Dafür dass viele Klein-Umstädter dem KV nur 5 Jahre gegeben hatten eine beachtliche Leistung.

Der Pressewart des KV machte sich die Mühe alle Kerbborsche/mädels von 1980 an aufzulisten, anzuschreiben und zur Kerb und insbesondere dem Kerbumzug einzuladen. Auch den ehemaligen Kerbväddern sollte eine besondere Rolle zukommen. Am Kerbfreitag vollzog der aktuelle Kerbjahrgang unter der ersten Klein-Umstädter Kerbmudder Carolin Fließbach, die Kerbausgrabung. Während der hessischen Jubiläumskerb am Kerbsamstag, verlasen die ehemaligen Kerbvädder ihre besten Kerbsprüche, die Vereinsmitglieder wurden geehrt und die Kerbborsche/mädels vollzogen die Namensgebung vom Kerbwatz. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, war dieser Abend überdurchschnittlich gut besucht. Am Kerbsonntag fand man wieder das gewohnte Bild vor. Volles Haus! Das gab Mut für das Jahr 2000.

Aber zuerst, war man wieder einmal beim Winzerfestumzug dabei. Diesmal in wallenden weißen Gewändern als lustige Engelsschar. Da viele Vereinsmitglieder aufgrund anfallender Arbeiten an der Kerb, nicht die Möglichkeit haben am heimischen Kerbumzug teilzunehmen, bietet der Winzerfestumzug die meist sehr spaßige Möglichkeit, Teil eines Festumzugs zu sein und wird daher gerne von unseren Vereinsmitgliedern in Anspruch genommen.

2000

Im Jahr 2000 stand als Erstes die 7. Fastnachtsitzung auf dem Programm. In diesem Jahr konnte der Kerbverein neben dem schon bekannten Männerballett zum ersten Mal auf zwei weitere eigene Tanzgruppen zurückgreifen. Außerdem legten sich die tanzenden Herren des Vereins, den Namen "Dancing Bulls" zu. Ebenfalls angelehnt an die Kloa-Imschder Schlauer Ochse.

Die Kerb 2000, lief diesmal unter dem Motto "Hausmacher Kerb" und lieferte das gewohnte Bild. Durchschnittlicher Samstag bombiger Sonntag.

Am Winzerfestumzug war man diesmal in Astronautenkostüme geschlüpft und landete mit der Raumfähre "Schlauer Ochse 1" geradewegs auf dem Mond.

2001

An der Fastnachtssitzung 2001, konnte der KV auf eine eigene Kindertanzgruppe zurückgreifen. Auch diese Sitzung war erstklassisch besucht und sorgte für die dringend benötigten Vereinsrücklagen.

Zur Kerb 2001 versuchte man mit der Schnitzelkerb und warmer Küche an allen Tagen wieder etwas Neues, was prompt funktionierte. Zwar lief der Samstag noch immer nicht richtig gut, aber die Besucherzahlen waren leicht gestiegen. Die Tätigkeiten der Kerbborsche/mädels wurden in diesem Jahr von den Kerbhoheiten und ihren Sicherheitsbeauftragten „Kotzerine“ und „Skunkman“ übernommen, da leider wieder Borsche und Mädels fehlten. Trotz allem wurde diese Kerb ein Erfolg und bescherte dem Kerbverein neue Möglichkeiten für die Kerb und die Fastnachtsitzung.

Nach den Anschlägen vom 11.September, sagte der KV seine Teilnahme am Winzerfestumzug ab. Nachdem Absagen anderer Vereine hinzukamen, wurde der Winzerfestumzug komplett gestrichen.

2002

Zu diesem Zeitpunkt wurde innerhalb des Vereins auch diskutiert, ob man vor dem Hintergrund einer möglichen terroristischen Bedrohung in Europa und der USA, überhaupt eine Fastnachtssitzung 2002 veranstalten sollte. Schließlich entschloss man sich die Fastnachtssitzung wie gewohnt durchzuführen und wurde mit einer ausverkauften Sitzung belohnt.

Die Kerb 2002 bescherte dem KV wieder Kerbborsche/mädels, eine der Kerb 2001 ähnliche Besucherzahl und eine weitere Teilnahme am Winzerfestumzug. Dieses mal als Obsthändler, die Äppel und Quetsche unter das Volk brachten. In diesem Jahr wurde der Winzerfestumzug von HR3 gefilmt und später am Abend im Fernsehen ausgestrahlt.

2003

Die Fastnachtsitzung 2003 brachte dem KV eine weitere voll besuchte Sitzung und außerdem wurde eine weitere Tanzgruppe Mitglied im Kerbverein, so dass dieser nun 5 eigene Tanzgruppen zur Verfügung hatte und sogar extra eine Abteilung Tanzgruppen gründete.

Die Kerb 2003 die weiterhin unter dem Namen Schnitzelkerb durchgeführt wird, sorgte für leicht ansteigende Besucherzahlen. Warmes Essen an beiden Tagen, freier Eintritt und eine große Gruppe von Kerbborsche/mädels hatten maßgeblich dazu beigetragen. Auch beim Winzerfestumzug war man natürlich wieder mit von der Partie. Wobei man diesmal durch die zusätzliche Teilnahme der Borsche/mädels eine riesige Gruppe vertrat. Das Motto war diesmal mehr als passend: "Kloa-Imschder Kerb!"

2004

Die 11. Fastnachtssitzung lieferte den Klein-Umstädtern viele Highlights, darunter selbstgedrehte Kurzfilme von Sitzungspräsident Jörg Heil und Andreas Steinlein (www.meinfilm.de). Dazu wurden dem Publikum 2 verschiedene Bühnenbilder, sowie die Rückkehr des sensationellen Peter Dyroff in die Fastnachtsbütt geboten.

Beim Durchführen seiner Veranstaltungen war der Kerbverein auf die Halle des Klein-Umstädter Bürgerhauses angewiesen. Dieses war mittlerweile aber schon so marode und beinahe schon baufällig, dass im besonderen die Fastnachtssitzungen immer kostenintensiver werden. Dies war nicht zuletzt auf die defekte und schlecht ausgerüstete Tonanlage, den abgefallenen Putz, eine unzureichenden Bestuhlung und einer sehr unansehnlichen Bühne (bei der es nicht einmal funktionsfähige Vorhangschienen gab) zurück zu führen. Der Kerbverein hat mittlerweile auch schon selbst Hand im Bürgerhaus angelegt. Hierbei wurde in Eigenregie die Bar renoviert, wobei die Stadt Groß-Umstadt immerhin die Farbe zur Verfügung stellte. Auch Streich bzw. Malerarbeiten an der Bühne wurden schon vorgenommen. Außerdem brachte man große Pressspannplatten auf der Bühne an, auf der 2004 zum ersten Mal das Bühnenbild gestaltet werden konnte. Innerhalb des Vereins, wurde auch darüber nachgedacht, den Bühnenvorhang zu erneuern. Dies scheiterte aber vorerst an dem hohen Preis und dem Argument: "Jetzt stecken wir hier ne Menge Kohle rein und dann macht uns die Stadt en Jahr später die Halle zu!" Man hatte zwar schon Preisangebote eingeholt, einigte sich aber darauf für den Anfang lediglich die Vorhangschienen zu erneuern. Somit wäre zumindest eine Benutzung des Vorhangs möglich, ohne gleich wieder neuen Schaden anzurichten.

Während die Planung für die Kerb 2004 schon im vollen Gange war und auch die Kerbborschen und -mädels sich langsam gruppierten, besuchte der 2. Vorsitzende Jörg Heil Ende Mai das bekannte Darmstädter KIKERIKI-THEATER. Im Programmheft für die folgenden Monate, stach ihm ins Auge, dass das Theater im Rahmen seines 25 ten Jubiläums eine Tour für das Jahr 2005 plante. Gleich auf der nächsten Vereinssitzung, besprach man die Möglichkeit das KIKERIKI- Ensemble nach Klein-Umstadt zu holen. Kurz danach nahm man Kontakt auf und nach einigen Faxen und einer Hallensichtung durch den KIKERIKI-Chef Herrn Hotz wurde ein Gastspielvertrag unterschrieben.

Durch diesen Erfolg angespornt, setzte sich Jörg Heil ans Telefon und den PC und begann Kontakt mit Musikern und Komikern aufzunehmen, um die Möglichkeit weiterer Veranstaltungen dieser Art zu überprüfen. Hierbei besprach sich der 2.Vorsitzende ständig mit dem 1.Vorsitzenden Gregor Koch. Schon sehr schnell kristallisierten sich weitere Veranstaltungen heraus und so kam ein Vertrag mit dem Mannheimer Comedian Bülent Ceylan zu Stande. Dieser hatte sich bereits durch jahrelange Live-Auftritte und Gastspielen im TV, unter anderem beim "Quatsch Comedy Club" und "Sieben Tage Sieben Köpfe", einen Namen gemacht. Schon kurz darauf, konnte man das bekannte Comedy-Duo Mundstuhl für einen Auftritt in Klein-Umstadt buchen.

Währenddessen, war die Nachfrage nach Karten für das KIKERIKI-THEATER schon so groß, das man ohne einen Kartenvorverkauf, innerhalb von 4 Tagen bereits alle 400 Karten verkauft hatte. So nahm man natürlich die Option in Anspruch, einen Zusatztermin zu buchen. Auch für diesen Termin verkaufte man in weniger als einer Woche alle Karten. Nach dem ersten offiziellen Kartenvorverkauf, waren nur noch ein paar wenige Karten übrig, die bestellt aber nicht abgeholt worden waren. Aber auch diese fanden schnell ihren Besitzer.

Um sich eine kleine Auszeit zu gönnen, unternahm der Kerbverein im August dieses Jahres seinen ersten Vereinsausflug. Mit einer kleinen Gruppe besuchte man die Asbach-Uralt Brennerei und Rüdesheim am Rhein. Gegen Abend kehrte man dann bei Schorsch Egger, dem singenden Wirt ein, der durch Funk und Fernsehen einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht hatte. Leider war der Schorsch selbst auf Tournee mit den Kessler-Zwillingen, seine Vertretung aber, heizte mit dem "Alten Holz-Michel" heftig ein.

Indes stand die Klein-Umstädter Kerb 2004 vor der Tür. Die Kerbborsche und –mädels hatten seit langem mal wieder eine Kerbdisco geplant und auch am Samstagabend wollte der KV neue Wege gehen. Das größte Problem, stellte sich aber diesmal nicht dem Verein, sondern den Borschen und Mädels. Man hatte sich vorgenommen die Kerbdisco in kleinerem Rahmen, im Vereinsheim des TSV stattfinden zu lassen. Dieser sagte die Halle auch fest zu, überlegte es sich aber mit dem Argument, das Risiko es könne etwas kaputt gehen, wieder ab. Außerdem würden Veranstaltungen dieser Größenordnung sowieso nicht mehr dort stattfinden. Dies war insofern verwunderlich, da in besagten Vereinsheim nach wie vor riesengroße Geburtstagspartys, Polterabende und andere Partys stattfanden. Nichts desto trotz, der TSV-Vorstand ließ leider nicht mit sich reden. Auch die Tatsache, dass die Borsche/mädels sogar einen Sicherheitsdienst engagiert hatten, konnte Niemanden umstimmen. So wischen die sieben „Mann“ nach Absprache mit dem Kerbverein in die Halle des Bürgerhauses aus. Das brachte allerdings weitere Probleme mit sich. 1. Die Bürgerhaushalle war eigentlich zu groß und zu teuer. 2. Die gemietete Musikanlage reichte für die Hallengröße nicht aus, eine größere musste her. 3. Das Team des Sicherheitsdienstes musste ebenfalls größer sein. 4. Die Halle musste noch in der gleichen Nacht aufgeräumt und gereinigt werden, da der Kerbverein Samstagmorgens für die Schnitzelkerb aufbaute. Da der Kerbverein schon lange mit den Finanzen kämpfte war eine größere finanzielle Unterstützung der Borsche und Mädels leider nicht möglich. So kamen diese auf die Idee in Klein-Umstadt eine Sammlung zu machen, um ihr Vorhaben zu finanzieren. Man besorgte sich auf der Stadt eine Sammelgenehmigung und los ging’s. Schließlich hatte man einige großzügige Spenden beisammen und die Kerb begann mit der Kerbausgrabung.

Direkt danach begann dann die Kerbdisco im Bürgerhaus. Dort verloren sich, wie befürchtet, die Besucher in der für die Veranstaltung viel zu großen Halle. Trotz allem fand die Discoparty bei guter Stimmung und ohne nennenswerte Zwischenfälle statt.

Am Samstag lud dann der KV zur Schnitzelkerb im Bürgerhaus ein. Hierbei wurden wieder verschiedene Kerbschnitzel, Fassbier und erstmals Bratwürste aus eigener Schlachtung des Kerbvereins angeboten. Die ca. 150 Gäste zeigten sich besonders von der ABBA Coverband BABBA begeistert. In völlig neuem Gewand zeigte die fünfköpfige Truppe, wie man sich die Musik vorstellen müsste, wenn Abba eine Rock und keine Pop Band gewesen wäre. Die Mischung aus alten Abba Hits und abwechslungsreicher Rockmusik wurde vom Publikum mit viel Applaus bedacht. Die Neuerung für den Samstag kam als die Band nach ca. 2 ½ Stunden zusammen packte und diesmal zwei DJ´s für die weitere musikalische Untermahlung sorgten. Nach anfänglicher Verwunderung sorgten dann DJ HighKo & DJ Sven aus Frankfurt, für gute Stimmung bis zum frühen Morgen.

Der Kerbsonntag verlief zuerst wie in den Jahren zuvor. Kerbgottesdienst im Bürgerhaus, danach Frühschoppen und gegen 14 Uhr, der Festzug. Schließlich trafen sich die Kloa-Imschder zum Kerbspruch im Bürgerhaus, der wie üblich von einem bunten Programm mit Tanzgruppen des KV umrahmt wurde. Neu war lediglich, dass der Kerbspruch in zwei Teilen gehalten wurde und dazwischen zum Auflockern eine Tanzgruppe über die Bühne fegte.

Zum ersten Mal wurde das Publikum mit einem erfundenen Kerbspruch aufs Glatteis geführt. Der Spruch endete dann nicht ohne Grund mit: Ihr wollt so Schlauer Ochse sein und fallt auf so en Blödsinn rein! Später fand dann das erste mal seit 1991 wieder eine Wahl zu Miss und Mister Kerb statt. Hier boten Kerbborsche und Mädels wieder ein kleines Highlight, als sie die Geschlechter tauschten und als bekannte Promis wie Gina Wild oder Michal Jackson auf die Bühne kamen. Am Montag dann feierten die „Schlauer Ochse“ die Kerb dann in Klein-Umstadts Kneipen, bevor am Kerbdienstag die Kerb am Feuerwehrhaus verbrannt wurde.

Nach soviel Stress im Jahr 2004, bot der Winzerfestumzug wieder einmal eine willkommene Abwechslung und "Erholung". Als Thema für die Gruppe, hatte man sich diesmal die Geschichte vom "Kloa-Imschder Schlauer Ochs" ausgesucht. Wie geschaffen für den Kerbverein.

Nachdem die Kerb und die Teilnahme am Winzerfestumzug gut überstanden waren, lag wieder das Thema: Bühnenvorhang im Bürgerhaus, auf dem Tisch. Die Erneuerung der Schienen war nach reichlicher Überlegung einfach nicht ausreichend genug, doch nach wie vor waren die Kosten einer kompletten Vorhangerneuerung, für den Kerbverein alleine einfach zu hoch. Vorstandsmitglied Dirk Eckhardt, erreichte schließlich bei der Stadtverwaltung, dass diese bei einem erbrachten Betrag von 1500,- €, die Differenz für die Vorhangkosten übernehmen würde. Daraufhin startete er eine Anfrage bei Klein-Umstädter Firmen und Vereinen. Die Resonanz war überraschend positiv. So waren neben dem Kerbverein, die Firma Röhnke, die Freiwillige Feuerwehr, der TSV 09, das Hobbystübchen, der Kleintierzuchtverein und selbstverständlich die Stadt Groß-Umstadt zu einer Geldspende bereit. Weitere Angebote wurden eingeholt und der Vorhang schließlich im Dezember bei der Firma Knöll in Klein-Umstadt in Auftrag gegeben.

Der letzte große Akt im Jahr 2004, war die Verlegung der Fastnachtssitzung vom ursprünglichen Termin, einen Tag nach vorne auf den Freitagabend. Da der eigentliche Termin durch die Iglauer blockiert und ein Verlegen auf ein anders Wochenende durch mehrere Gründe nicht möglich war, blieb nur diese Option. Der Kartenvorverkauf für die Fastnacht lief an und während auch die Nachfrage für Mundstuhl Karten stetig wuchs, klopfte das Jahr 2005 an die Tür.

2005

Das Jahr begann dann der 12. Fastnachtssitzung des Kerbvereins. Dass diese an einem Freitag stattfinden musste, machte sich leider auch beim Kartenvorverkauf bemerkbar. Seit Jahren gab es das erste Mal wieder eine Sitzung die nicht ausverkauft war. Der guten Stimmung im Saal tat dies aber keinen Abbruch und alle Akteure wurden mit viel Applaus bedacht. Außerdem wurde innerhalb des Kerbvereins eine weitere Tanzgruppe gegründet, die an dieser Sitzung das erste Mal erwähnt wurde. Somit bestanden im Kerbverein zu diesem Zeitpunkt bereits ganze 6 eigene Tanzgruppen. Für einen Verein dieser Größe eine beachtliche Sache.

Direkt nach der Fastnacht, machten sich die Aktiven des Kerbvereins daran die Vorbereitungen für die Vorhangerneuerung im Bürgerhaus zu treffen. Im Laufe der Jahre hatten viele Vereine ohne jegliche Rücksprache mit der Stadtverwaltung wild auf der Bühne herumgefuhrwerkt. Es waren Dachlatten, Leisten, Lampen und Verschraubungen angebracht worden. Oftmals wurden dabei Beschädigungen auf der Bühne in Kauf genommen oder nicht mehr benötigte Hacken waren einfach krumm geschlagen und in der Decke oder den Wänden belassen worden. All dies musste nun erst einmal beseitigt werden. Alle nicht mehr benötigten Materialien wurden entfernt, Löcher verspachtelt, Kabel geordnet verlegt und die komplette Bühne gestrichen. Anschließend wurde eine Holzunterkonstruktion für die Vorhangschienen angedübelt. Danach wurden die Vorhangschienen auf de Konstruktion befestigt und die Firma Knöll rückte an um den neuen Vorhang aufzuhängen. Das Ergebnis war einfach perfekt! Doch leider wurde sehr schnell klar, dass der Saal doch immer wieder von Personen genutzt wird, denen es völlig egal zu sein scheint, wie das Bürgerhaus aussieht. Schon zwei Tage nachdem der neue Vorhang der Bühne ein neues Aussehen verlieh, nahm er den ersten Schaden, als mehrere Vorhangröllchen abgerissen wurden. Der Kerbverein ließ es sich natürlich nicht nehmen, durch penetrantes Drängeln die Reparatur voran zu treiben, so dass diese umgehend durchgeführt wurde. Leider sind Reparaturen von selbstverursachten Schäden im Bürgerhaus eher eine Seltenheit. Im Gegenteil. Es ist schon fast normal, das Schäden oder Mängel überhaupt nicht gemeldet, sondern "unter den Teppich gekehrt werden". Hierbei zeigt sich leider oft mehr als eindeutig, der völlig gleichgültige Umgang vieler Vereine und Klein-Umstädter mit der Halle.

Schon ein paar Tage später war es dann soweit, das bekannte Darmstädter KIKERIKI-THEATER gastierte im Rahmen seines 25. jährigen Jubiläums mit dem Stück "Erwin-Ein Schweineleben" in Klein-Umstadt. Sowohl die Vorstellung am 13.02.05 als auch am 14.02.05, die schon seit Monaten restlos ausverkauft waren, schlugen beim Publikum ein wie eine Bombe und waren mit 800 Besuchern ein gigantischer Erfolg.

Auch die nächste Veranstaltung des Kerbvereins, der Besuch der Comedians von MUNDSTUHL zeichnete sich bereits durch gute Kartenverkäufe aus und wie nicht anders zu erwarten, war die Vorstellung dann schon vor dem Veranstaltungstermin am 22.04. 05 restlos ausverkauft. Die 400 Besucher waren total aus dem Häuschen und zeigten sich restlos begeistert vom Frankfurter Comedy-Duo (Ande Werner und Lars Niedereichholz), das angereist war obwohl Lars durch eine Achillessehnen- OP gehandicapt war. Die beiden persiflierten grandios den Pauschaltourismus und alle Volksgruppen, die diesen so ausgiebig in Anspruch nehmen. Begleitet von schallendem Gelächter und wahren Lachsalven endete das Programm nach rund 2 Stunden. Das tobende Publikum wurde mit einer 1A Zugabe belohnt und nach der Veranstaltung ließen es sich Lars und Ande nicht nehmen, sich persönlich um ihre Fans zu kümmern und noch einige Zeit Autogramme zu schreiben.

Am 29.04.05 stand dann die Jahreshauptversammlung des Kerbvereins an, die aus Termingründen auf das 2. Jahresviertel gelegt werden musste. In dieser Versammlung wurde einstimmig die Eintragung des Kerbvereins ins Vereinsregister beschlossen. Neben Vorstandsneuwahlen, wurden außerdem zwei neue Ämter ins Leben gerufen. Internetbeauftragter, sowie das Amt des Kulturbeauftragten. Der erste Internbeauftragte des Kerbvereins wurde der ehemalige Kassenwart Thomas Schwarz, der Dato auch schon für die Homepage des Vereins zuständig war. Zur ersten Kulturbeauftragten wurde Simone Sior gewählt, die von nun an für vereinsinterne Aktivitäten, wie z.B. dem Vereinsausflug zuständig war.

Nach der Jahreshauptversammlung, schaffte es der Verein unter der Initiative von Jörg Heil, Verträge mit den bekannten Comedians "Hans-Hermann Thielke" und "U-Bahn Kontrollöre in tiefgefrorenen Frauenkleider" abzuschließen und sie für 2006 zu engagieren. Derweil lief der Vorverkauf für "Bülent Ceylan" immer stärker an und auch Verhandlungen mit dem "Kikeriki-Theater" wurden wieder aufgenommen. Doch vorher sollte noch die 700 Jahr Feier Klein-Umstadt´s auf dem Programm stehen. Der Kerbverein beteiligte sich bei den Feierlichkeiten mit der Bewirtung der Bar und mit dem Auftritt seiner Vereinstanzgruppe: Outer Limits. Außerdem bot die Feier reichlich Gelegenheit für die Klein-Umstädter Kerb und den Auftritt von Bülent Ceylan zu werben.

Am 20.08.2005 unternahm der Kerbverein seinen zweiten Vereinsausflug. Das Programm begann mit einem deftigen Frühstück auf dem Kloster Engelsberg, anschliessend sind wir nach Miltenberg weitergefahren, wo wir die beiden Ortsansässigen Brauereien getestet, die Altstadt besichtigt und eine Schifffahrt unternommen haben. Hauptattraktion des Tages war die Besichtigung der Schmucker Brauerei in Ober-Mossau, als Abschluss war wir zum Essen in Würzberg.

Am 01.09.2005 war es schließlich soweit und Bülent Ceylan besuchte mit seinem Programm "Döner for one!" das Klein-Umstädter Bürgerhaus. Die rund 130 Gäste, waren restlos vom Programm des symphatischen Halb-Türken begeistert. Mit seiner Show und urkomischen Einlagen, brachte er des Saal regelrecht zu Kochen. Dem tosenden Applaus folgte eine ausgedehnte Zugabe und eine kleine Autogrammstunde, bei der sich Bülent noch einmal persönlich um seine Fans kümmerte. Ein rundum gelungener Abend, bei dem jeder zu bedauern war, der dieses Sahnestückchen deutscher Comedy verpasst hatte.

Am Freitag folgte dann die BULLSBLOOD Metal Party, zu der sich rund 100 Headbanger im Bürgerhaus versammelt hatten um, vor einer großen Videowand, zu der Musik von DJ DOOM so richtig abzugehen.

Am Samstag folgte dann wieder die mittlerweile traditionelle Schnitzelkerb. Zwar hatte eine Freibieraktion ein paar Gäste mehr in den Saal gelockt, der erwünschte Erfolg blieb aber leider trotzdem aus. Der Sonntag lief dann wie gehabt, mit Kerbgottesdienst, Frühschoppen, Festumzug und Kerbspruch mit buntem Programm. Während die Tonanlage beim Kerbspruch wieder schwer zu wünschen übrig ließ, war der Festumzug durch die angekündigte Prämierung der schönsten Zugnummer knapp 3 mal so lange wie im Vorjahr. Gewinner waren übrigens die Grazy Dancers mit den Wagenthema "Glocken von Rom". Den zweiten Platz ergatterte die private Zugnummer der Gruppe Orth, die als Poseidon und Meerjungfrauen unterwegs waren.

Nach dem Ausklang der Kerb, wurde das Augenmerk bereits auf den kommenden Winzerfestumzug gelenkt, bei dem der Kerbverein wie in den vergangenen Jahren mitmischte.

Da Klein-Umstadt ja in diesem Jahr seine 700 jährige Ersterwähnung feierte, nahmen neben dem KVK auch alle anderen Ortsvereine Klein-Umstadt´s statt. So kam es, dass die Mitglieder des Vereins sich diesmal nicht passend zum Umzugsthema kleideten, sondern schlicht und ergreifend als Kerbverein mitliefen und daher "nur" die eigens hierfür gedruckten roten Vereins-T-Shirts trugen.

Nachdem das Winzerfest hinter dem KVK lag, kam es am 09.11.2005 endlich zu größten Veränderung in der Vereinsgeschichte, dem lang ersehnten Eintragung ins Vereinsregister. Der Vorstand wurde neu gewählt und erstmals zusätzlich festgelegte Ämter vergeben, um die anfallenden Arbeiten im Verein besser verteilen und koordinieren zu können. Somit sollte für den KVK das Jahr 2006, das erste als eingetragener Verein werden.

Bevor sich dass Jahr 2005 allerdings zu Ende ging, schaffte man es noch den bekannten Comedian "Hennes Bender" für das Jahr 2007 zu verpflichten.

2006

2006 begann dann auch gleich mit der Planung und Vorbereitung der 13. Fastnachtssitzung des KVK. Die Aufbauarbeiten zogen sich diesmal über zwei Wochen hin und es wurde teilweise sogar bis 2 Uhr Nachts am Bühnenbild gepinselt. So entstand ein uralter Friedhof mit einem echten Sarg, vor der Kulisse einer hügligen Landschaft mit mächtiger Burg. Am 04.02.2006 begann dann pünktlich um 19.11 Uhr eine, zwar nicht ausverkaufte, aber gutbesuchte Fastnachtssitzung. In diesem Jahr überzeugten vor allem die Tanzgruppen des Vereins und der Fastnachtsnachwuchs, allen Voran der gerade mal 9 Jahre alte Jannik Eckhardt. Erst gegen 6.30 Uhr leerte sich die Bar und die 13. Sitzung des KVK war zu Ende.

Mittlerweile liefen bereits die Vorbereitungen und Kartenvorverkäufe für die Comedy-Events mit Hans-Hermann Thielke und Der TELÖK. Da das zuständige Kulturamt der Stadt Groß-Umstadt schlicht und ergreifend den Termin des KVK, für Hans-Hermann Thielke, "verpennt" hatte, wurde der gerade in Fahrt gekommene VVK wieder abgebremst. Das Kulturamt hatte nämlich mit Sissi Perlinger in der Stadthalle Groß-Umstadt eine Konkurrenzveranstaltung am Start, gegen die man jetzt bestehen musste. Trotz allem wurden immerhin zwar knapp über 100 Karten verkauft, was aber leider nicht genug war um die Kosten zu decken. Die Zuschauer zeigten sich von der 1A Comedy-Show des Postangestellten, im mittleren nicht technischen Dienst der Post, allerdings mehr als begeistert. Zu bedauern war Jeder, der sich "Jetzt red ich!" entgehen ließ. Und so war es dem KVK trotzdem gelungen den 100 Zuschauern, die den Saal durchweg mit einem entspannten Grinsen im Gesicht verließen, eine Perle deutscher Comedy zu präsentieren.

Am 06.Juli fand dann eine Vereinssitzung statt, die das Gesicht der Kerb grundlegend verändern sollte. Nach ausgiebigen Diskussionen über das mittlerweile Tradition gewordene Programm der Kerb, waren sich die Vereinsmitglieder einig, dass es an der Zeit war, etwas gänzlich Neues auszuprobieren. Ein Komitee bestehend aus 3 Personen sammelte Ideen und legte diese bei der nächsten Vereinssitzung vor.

Vor der Kerb wurde der KVK allerdings zum dritten Mal, Sanierungsbedingt, im Bürgerhaus tätig. Diesmal war der Schankraum auserkoren. Es wurden Kabel unter Putz gelegt. Neu Tapeziert, Malerarbeiten vorgenommen, die Theke geschliffen und neu versiegelt, sowie ein Vorhang gesponsert, der den Theken- vom Aufzugsbereich trennt.

Am ersten Wochenende im September 2006 war es dann soweit:
Schon am Freitag Abend, der bisher für Veranstaltungen der Kerbborschen freigehalten wurde, legte der Kerbverein diesmal selbst Hand an. Von www.bullsblood.de präsentiert, öffnete um 20 Uhr der Saal des Bürgerhauses für den ersten Klein-Umstädter Amateur Band Contest. Beim BATTLE OF THE BANDS waren neben Black Port aus Groß-Zimmern, Coplete aus Reinheim und Emotion Elevator aus Aschaffenburg, auch Sex´n´Nachos aus Groß-Umstadt am Start. Ergänzt wurde der Abend durch die Special Guest Judy Jive aus Darmstadt. Der Abend war ein voller Erfolg. Knapp 300 Besucher waren beim B.O.B. zu Gast. Bis ca. 1.30 Uhr wurde Live Musik vom Feinsten geboten, bevor die Bullsblood DJ´s The Brothers Heil zur Aftershow Party luden. Gewinnerband des ersten B.O.B. waren übrigens Sex´n´Nachos.
Am Samstag Nachmittag dann besuchte ebenfalls zum ersten Mal der Kasperle das Klein-Umstädter Bürgerhaus. Von Peter Dyroff geschrieben, führten Mitglieder des Kerbvereins und freiwillige Helfer, für die rund 100 Kinder und Erwachsenen den KUDDELMUDDEL IM MÄRCHENLAND auf. Ebenfalls ein riesiger Erfolg für den KVK.
Auch der Samstagabend hatte seine "Runderneuerung" erhalten. Anstelle des Kerbtanzes lud der Kerbverein diesmal zu 1. WESTERN DREIKAMPF ins Bürgerhaus. Neben einem mechanischen Bullen, Wettnageln, Lasershooting und Countrymusik wurden Bier vom Fass und Schmankerl aus der Westernküche geboten. Die Besucherzahl am Samstag, war zwar nicht sonderlich größer als in den vorangegangenen Jahren, aber das Angebot des Western-Dreikampfes wurde von den anwesenden Gästen sehr gut angenommen.
Die Gewinner des Abends: Mannschaftsdreikampf: Team Bullsblood. Einzeldreikampf: Daniel Heil. Bester Schütze: Wolfgang Hoffmann. Bester Nagler: Wolfgang Sior und bester Bullenreiter: Gary Fritz.
Am Kerbsonntag blieb aber fast alles beim Alten. Einzige Neuerung war der Tanzgruppenwettbewerb im Bürgerhaus, der kurzfristig stattfand, weil der Kirchenvorstand entschieden hatte den Kerbgottesdienst nicht mehr in der Halle stattfinden zu lassen. Gewinner des Wettbewerbes war die Offenbacher Stadtgarde. Wie gehabt fand um 14 Uhr der Kerbumzug mit anschließendem Kerbspruch im Bürgerhaus statt. Diesesmal ohne Kerbborsche und Mädels, dafür mit den phänomenalen Kerbschneckschern, die einen 1A Kerbspruch ablieferten. Wie bereits im letzten Jahr, wurd auch diesmal die schönste Teilnehmer Gruppe des Festumzuges prämiert. Gewinner waren wieder einmal die Grazy Dancers.
Wie immer fand am Montag der Kerbfrühschoppen in Klein-Umstadt statt.
Die letzte Neuerung der Kerb erfuhr der Kerbdienstag. Gegen 20.30 Uhr setzte sich, vom "Freien Platz" aus, ein Fackelzug zum Feuerwehrhaus in Gang, wo dann symbolisch für die Kerb, der Kerbwatz (oder auch Stoffel), verbrannt wurde. Für die Bewirtung bei diesem Ereignis sorgte die Freiwillige Feuerwehr Klein-Umstadt.
So verlief die komplette Kerb im großen und ganzen sehr erfolgreich.

Schon am Donnerstag nach der 17. Kerb des KVK, wurde kräftig für den Groß-Umstädter Winzerfestumzug geplant. Das Thema diesmal: Griechenland-Olympische Spiele. Nach der Teilnahme am Umzug, stand das letzte öffentliche Event des Kerbvereins auf dem Programm, der Auftritt der U-Bahn Kontrollöre in tiefgefrorenen Frauenkleidern.
Das Klein-Umstädter Bürgerhaus war bis auf den letzten Platz ausverkauft und die U-Bahn Kontrollöre boten eine Show der Extra-Klasse. Zitat Darmstädter Echo: "Wieder ein Erfolg für den örtlichen Kerbverein, der sich längst nicht mehr nur um Fastnacht und Kerb kümmert, sondern das ganze Jahr über Kulturprogramm im Groß-Umstädter Stadtteil präsentieren will. Stolz war man auf die 420 Besucher, die bereits den Eröffnungssong des neuen Programms "Vollgas" mit frenetischem Applaus bedachten."

Mit dem Auftritt der UBK endeten auch die offiziellen Veranstaltungen des KVK für das Jahr 2006. Bevor man mit den Planungen für die Events des Jahres 2007 begann, ließ der KVK das Jahr bei seinem Vereinsausflug ausklingen. Diesmal startete man allerdings erst um 15.30 Uhr. Mit dem Bus ging es nach Raunheim, wo beim ehemaligen Wirt des Klein-Umstädter Bürgerhauses, Alex, im Kastanienhof einkehrt wurde. Nachdem man reichlich für das körperliches Wohl gesorgt hatte, ging es weiter nach Neu-Isenburg, ins Spottlicht-Theater. Der Abend ging dann wie immer im Klein-Umstädter Bürgerhaus zu Ende.

2007

Das neue Jahr begann dann gleich sehr viel versprechend. Der Kartenvorverkauf für Hennes Bender sowie das Erste Allgemeine Babenhäuser Pfarrerkabarett liefen sehr gut an und die Planung für die 14. Fastnachtssitzung verlief trotz größerer Ausfälle reibungslos.
Am 27.01.2007 um 19.11 Uhr war es dann soweit. Obwohl der KVK mit vielen Ausfällen und den immer wieder kehrenden Technikproblemen zu kämpfen hatte, öffnete sich der Vorhang für die 14. Fastnachtsitzung. Neben dem neuen Saalmusiker Jörg Ratz und der ersten fünfköpfigen Liveband "SCHAAFA SÄMPF", war auch die Tatsache das die Sitzung ohne Elferrat sondern nur mit zwei Moderatoren, den Gebrüdern Heil statt fand, eine Neuerung der Fastnachtssitzung. Der Elferrat kehrt allerdings zurück, den die zwei Mann Moderation war Teil des Programms mit dem Titel: "Im Fernsehn schallt es laut Helau, wir schaun heut KVK-TV!" Der Überaus gelungene Abend endete erst in den frühen Morgenstunden und man konnte gelassen den kommenden Veranstaltungen entgegen blicken.
Am 21.04.2007 war es dann soweit, die bekannte Showgröße Hennes Bender war zu Gast beim Kerbverein. Wer ihn schon mal in einer der unzähligen Fernsehshows in denen er schon dabei war gesehen hat, der wird nach dem Abend im Bürgerhaus festgestellt haben: Life ist er echt und noch besser! Zitat Odenwälder Bote: "Was da in rund zweieinhalb Stunden, unterbrochen von einer kleinen Pause, auf die besucher einprasselte, das war allererste Unterhaltungssahne. Bender sprühte vor Energie und seine Witze und Wortspielereien liegen dabei nie unter der Gürtellinie." Nach einem fulminanten Programm und einer grandiosen Zugabe, verließen durchweg begeisterte und zufriedene Zuschauer das Klein-Umstädter Bürgerhaus, voll der Erwartung was der Kerbverein als nächstes bieten würde. Und wieder einmal mehr, war jeder zu bedauern, der sich eine Veranstaltung des KVK entgehen ließ.

Entgangen war dann wohl dem ein oder anderem, dass das Erste Allgemeine Babenhäuser Pfarrerkabarett in Klein-Umstadt zu Gast sein sollte. Denn nachdem die Veranstaltung rasend schnell ausverkauft war, gab es bis kurz vor dem Auftrittstermin noch Unmengen an Nachfragen für Karten. So konnte sich jeder glücklich schätzen, der eine der 400 Karten ergattern konnte um das brandneue Programm der beiden Pfarrer: "Kopf hoch, Goliath!" zu genießen. Und pünktlich um 20 Uhr war es soweit. Wahre Lachsalven ertönten während des kompletten Programms von Hans-Joachim Greifenstein und Clajo Herrmann. Und schon im Vorfeld hatten die Gäste im Saal eine Menge Spaß. Zitat Odenwälder Bote: "Schon die Lektüre des Programmheftes "Kopf hoch, Goliath!" machte den Besuchern des Pfarrer-Kabaretts im Klein-Umstädter Bürgerhaus, jede Menge Spaß. Humorvoll pointieren die beiden beurlaubten Pfarrer in diesem Heftchen ihren Werdegang von der Kanzel auf die Comedybühne."
Nach zwei Stunden Programm wollten die Zuschauer, die mit Slapstick am laufenden Band erfreut wurden, die beiden Pfarrer gar nicht mehr von der Bühne lassen. Aber einmal musste Schluss sein und in Anbetracht des tobenden Applauses, konnte wieder einmal mehr nur jeder bedauert werden, der eine Veranstaltung des Kerbvereins verpasst hatte.

Aber keine Sorge, die Benefiz-Veranstaltung zu Gunsten der Deutschen Kinder Krebshilfe, sollte schon am 30.06.07 wieder Gelegenheit zu einem Besuch bieten.Dem Motto der Stiftung Deutsche Kinderkrebshilfe: "Kindern gemeinsam Hoffnung geben!" waren dann bei der Benefizveranstaltung, im Klein-Umstädter Bürgerhaus, leider nur Mitglieder des veranstaltenden Kerbvereins, die auftretenden Akteure und gerade mal 30 Zuschauer nach gekommen.

Trotz groß angelegter Werbemaßnahmen, fand das Benefiz-Event leider kaum Gäste. Was als großer Unterhaltungsabend mit einigen hundert Besuchern angelegt war, fand schließlich in kleiner, fast familiärer Runde statt. Nachdem das Reinheimer Trio FAT, RED & UGLY den Abend mit tiefgründigen Texten, stimmiger Musik und direkter Ehrlichkeit einläutete, wurde das restliche Programm nun ein wenig nach vorne verlagert. Der lokale Comedian Woody Feldmann fiel leider ebenso aus, wie die Präsentation des vom Männerballett des Kerbvereins produzierte Fun-Erotik Kalenders. Wegen technischen Problemen im Druck, verzögert sich dessen Veröffentlichung bis Mitte-Ende Juli.
Weiter ging es deshalb mit ACHIM KNORR. Dauergast bei der, nicht nur in Comedy-Kreisen, sehr beliebten TV-Show Nightwash. Nachdem dieser unter Mithilfe seines später auftretenden Kollegen OBeL, sowie einigen Helfern des Kerbvereins, alle Besucher Saalmittig vor der Bühne platzierte, begann ein wahres Gagfeuerwerk. Gepaart mit verückten Ideen und entwaffnendem Charme erzählte er die wahnwitzigsten Geschichten. Als er dann noch zur Gitarre griff, bogen sich die Zuschauer vor Lachen in Ihren Sitzen. Die Stand up Comedy mit E-Gitarre fand ihren Höhepunkt in einem Napfkuchenrezept von 1932, das zu wilden Rammstein Melodien vorgetragen wurde. Selten wurde das R im Wort Rosinen so von einem Publikum gefeiert.
Direkt weiter ging es im Programm mit Comedian OBeL. Andreas Obering, wie er mit bürgerlichen Namen heißt, dürfte vielen noch als Partner von Till Hoheneder als Teil des Kultduos "Till und Obel" bekannt sein.
Mit lateinamerikanischem Groove stellte er sich musikalisch als Warmduscher, Handschuhtanker, Hörnchentunker und somit als Weichei vom Dienst vor. In Ausschnitten aus seinem aktuellen Bühnenprogramm "Auf Asche!" seiner ganz persönlichen Fortsetzung der Fußballweltmeisterschaft brillierte der OBeL in unzähligen Rollen. Neben perfekten Parodien von Giovanni Trapattoni und dem legendären Radiomoderator Herbert Zimmermann, den er in Sönke Wortmanns Kinofilm "Das Wunder von Bern" spielte.
Einfach erste Comedysahne waren auch die Videoeinspielungen vom Obel als Angela Merkel oder Boris Becker. In perfekt getimten Interviews sprach er so mit sich selbst und zeigte meisterliche parodistische Leistungen. Den Höhepunkt bildeten die Darbietungen als Peter Maffay und Ozzy Osbourne, die kein Auge trocken ließen.
Nach diesem Comedy-Höhenflug setzte sich das Programm musikalisch mit der Darmstädter Band PLANET SULO fort. In ihrem Programm fanden sich nicht nur Hits von Oasis, U2, REM oder Coldplay, sondern auch Songs der einheimischen "Beatsteaks" und Deutsch-POP von "Pohlmann". Doch auch vor Klassikern und nicht ganz so bekannten Songs machten die fünf Jungs nicht halt und wussten so das Publikum von sich zu überzeugen.
Der Höhepunkt des Abends war dann der Auftritt der Dieburger Formation S.A.L. "Scheiss auf leise!" starteten auch gleich mit einem fulminanten Rockfeuerwerk dermaßen durch, dass viele der Besucher ehrfürchtig auf die Bühne starrten. Von Klassikern von John Miles über U2, Kiss, ZZ Top bis Queen, war alles vertreten was das "Rockerherz" begehrt. Eine Bombenshow und ein fantastischer Abschluss des Benefiz Events. Umso bedauerlicher, dass so wenige Zuschauer an diesem Abend den Weg ins Bürgerhaus fanden.
Zu Glück, waren sämtliche Kosten durch die freundliche Mithilfe von Sponsoren im Vorfeld abgedeckt, so das trotz allem am Ende eine kleine Spendensumme bleiben wird. Das Männerballett des Kerbvereins hoffte nun die Spendensumme mit dem Erlös aus Ihren Erotik-Fun Kalendern, die im Juli erscheinen, aufbessern zu können.

Am 01.09. startete dann die Kerb mit B.O.B. 3, dem Battle of the bands, das in Zusammenarbeit mit www.bullsblood.de präsentiert wurde. Wieder waren vier Bands am Start. Den Anfang machte die fünfköpfige Band DIFFUSE aus Groß-Zimmern. Ihr Mix aus vielseitigen Coversongs von .... bis Deep Purple wusste das Publikum zu überzeugen. Allerdings hatten sie als erste Band leider einen schweren Stand, da die Halle gerade erst im Begriff war sich zu füllen.
Vor deutlich mehr Publikum spielten dann die BAD BOYS OF ROCK´N´ROLL. Die Lokalmatadoren aus dem Raum Groß-Umstadt und Otzberg haben sich schon seit etlichen Jahren auf Metalbands spezialisiert, die ihre Hochzeit in den 80ern hatten. So war von Iron Maiden über Motörhead bis hin zu Judas Priest und Danzig, alles vertreten, was damals einen Namen hatte. Das Auditorium war restlos begeistert und sang lauthals mit.
Mit STILLWAY ging die dritte Band des Abends, vor ca. 250 Zuschauern, an den Start. Die 4 Jungs aus dem Raum Darmstadt bestachen mit ausschließlich eigenen Songs, spielerischem Können und der kraftvollen charismatischen Stimme ihres Frontmannes. Songs mit Ohrwurmqualität trugen außerdem zu einem perfekten Auftritt bei.
Von einem perfekten Auftritt war die Slayer Coverband SOUTH OF HESSEN Anfangs leider weit entfernt. Das lag aber keineswegs an der Performance der Band, sonder an der Soundanlage. Der Ton machte massive Probleme, so dass sich ihr Auftritt leider bis zu 30 min. hinauszog. Aufgrund wieder kehrender Probleme mit den engagierten Tontechnikern, wird der Mitveranstalter Bullsblood in Zukunft auf andere Anbieter umsteigen.
Schließlich war ein Auftritt von SOUTH OF HESSEN doch noch möglich. Zwar hatte sich der Saal in Anbetracht der langen Wartezeit schon deutlich gelehrt, das restliche Publikum bekam dann aber eine authentische Slayer Show vom Feinsten geboten.
Während das Publikum nun zur Stimmabgabe schritt, hatten die außer Konkurrenz antretenden Gewinner von B.O.B. 2, DISCURSIVE, ihren Auftritt als Special Guest. Nach Auszählung der Stimmen, standen dann die beiden Gewinner fest. Trotz der massiven Tonprobleme zu beginn ihres Auftritts, errangen die Mannen von SOUTH OF HESSEN den zweiten Platz und durften sich über Tickets für das Hellfest Festival in Frankfurt freuen. Klarer Sieger des Abends waren die Jungs von STILLWAY, die während der Gewinnbekanntgabe zwar durch Abwesenheit glänzten, ihren Preis aber kurz darauf doch noch in Empfang nahmen.

Am Samstag Nachmittag setzte sich das Kerbprogramm dann mit dem Kasperletheater fort. Das von Peter Dyroff geschriebene Stück "Zaubern will gelernt sein!" lockte 80 Kinder mit ihren Eltern ins Klein-Umstädter Bürgerhaus. Dabei erlebten der Zauberer Zappa Duster und der Kasperle so einige Verwicklungen und Zaubereien, die auf der Bühne für manche Verwirrung und bei den Kindern für viel Spaß sorgte.
Der Eintritt sowie die Teilnahme an der anschließenden Tombola waren frei.

Am Abend dann hatte der Kerbverein zu einer Kerbolympiade ins Bürgerhaus geladen. Als musikalische Gäste fungierte die Comedy- und Parodie Band SCHAAFA SÄMPF, die den Klein-Umstädtern noch bestens von der Fastnachtssitzung bekannt waren, wo sie den gesamten Saal in Ausnahmezustand versetzten und zum Tanzen auf den Tischen brachten. Leider ging der Kerbsamstag diesmal völlig an den Klein-Umstädtern vorbei. Gerade mal 50 Besucher (KVK-Mitglieder mitgezählt) fanden den Weg ins Bürgerhaus. Was um so bedauerlicher war, da die Band SCHAAFA SÄMPF zu Höchstformen auflief. Über den ganzen Abend hinweg hielten sie einen wahnsinnig hohen Stimmungspegel und die kleine Zuschauerschar zeigte sich restlos begeistert. Ihnen völlig neue Refrains wurden lauthals mitgesungen und die Tische wurden zu Tanzflächen degradiert.
Die gute Laune wurde auch auf die Kerbolympiade übertragen, wo sich kurzfristig kleine Teilnehmergruppen bildeten, die als Mannschaften zu je 3 Personen zum Wettbewerb antraten. Bei dem Wettbewerb in fast familiären Rahmen mit dabei, SCHAAFA SÄMPF und eine aus dem Saarland mitgereiste Fantruppe, die sich kurzerhand DIE SCHAAFA 3 nannten. Wegen, obwohl lustiger, aber allzu freier Regelauslegung, belegte SCHAAFFA SÄMPF leider nur den letzten Platz. Die ersten Plätze wurden folgendermaßen vergeben. 3.Platz: Die Bierbauchbuwe. 2.Platz: Die Schaafa 3. 1.Platz: Simone, Wolfgang und Uwe.

Der Sonntag begann dann mit dem 2.Tanzwettbewerb des Kerbvereins. Leider hatten kurzfristig ganze 8 Gruppen abgesagt, so das letztlich nur 5 Gruppen am Wettbewerb teilnahmen. Auch dieses Spektakel hatte leider nur wenige Zuschauer ins Bürgerhaus gelockt.
Gegen 14 Uhr setzte sich dann der Festzug mit 8 Zugnummern in Richtung Bürgerhaus in Gang. Dort hielt Ex-Kerbvadder Gregor Koch unterstützt von Ex-Kerbvadder Jörg Heil (als Mundschenk) den Kerbspruch, zu dem dann immerhin wieder knapp 250 Zuhörer ins Bürgerhaus kamen.
Highlight war unter anderem ein Kerbspruch zu dem miserablen Zustand des Klein-Umstädter Bürgerhauses. Dieser erhielt seine besondere Schärfe dadurch, dass er zwar absolut zutreffend und aktuell war, sich aber zum Schluss als ein Kerbspruch von 1997 herausstellte und somit 10 jähriges Jubiläum feierte.

Anschließend wurden die Siegerehrungen für den Tanzwettbewerb, als auch für die schönste Festzugsnummer vorgenommen.
Dort wurden die Plätze wie folgt vergeben. 3.Platz: Spielmannszug Klein-Umstadt. 2.Platz: KZV Jugend. 1.Platz: Grazy Dancers (Zum dritten Mal in Folge) Die Platzierungen bei Tanzwettbewerb waren: 3.Platz: Midi Garde Darmstadt 2.Platz: Roadrunners aus Dörnigheim 1.Platz: Anaconda aus Darmstadt.

Der Tag klang dann mit Kaffee und Kuchen aus, bevor am Dienstag nach dem Fackelzug mit nur 6 Teilnehmern, die Kerb am Feuerwehrhaus feierlich den Flammen übergeben wurde.

2 Wochen später war dann wieder Entspannung und Spaß beim Winzerfestumzug in Groß-Umstadt angesagt. Der KVK war mit 23 Personen, darunter die zwei jüngsten Teilnehmer des ganzen Festzuges (9 Monate und 2 Jahre), mit dabei. Zum Umzugsthema hatte man die "Vogelscheuchen" erkoren und alle Kostüme waren durchaus gelungen.

Am 13. Oktober war es dann mal wieder soweit, die beiden Comedy-Chaoten von Mundstuhl waren mit ihrem brandneuen Programm "Höchststrafe!" zu Gast im Bürgerhaus. Knapp 300 Besucher waren dabei als Ande Werner und Lars Niedereichholz als Nervenärzte die Bühne stürmten. Und alle waren Sie mit dabei: Dragan und Alder, Peggy und Sandy, der immer wütende Andi sowie das debile Duo "No Pressure". Und auch Bob und Bob, die jedem Mundstuhl Fan vom Comedy Sender "Comedy Central" bestens bekannt sein dürften, waren mit dabei. Zitat Odenwälder Bote: "Selbst die Vorstellung der zu erwerbenden Fanartikel machten die beiden noch zu einer glamourösen Comedyshow." Die 300 Zuschauer jedenfalls zeigten sich überaus begeistert. Siehe News: Presse)

Als sich am Abend dann die Türen des Bürgerhauses schlossen, waren die Veranstaltungen des KVK für dieses Jahr zu Ende und man blickte der Fastnachtssitzung am 12.01.2008 entgegen.

2008



Zum Schluss dieser Chronik möchte ich im Namen unseres 1.Vorsitzenden darauf hinweisen, dass die Klein-Umstädter Kerb ebenso wie die Fastnachtssitzung keine Erfindungen des Kerbvereins sind, sondern uralte Traditionen, die es wert sind nicht nur vom Kerbverein gefeiert und gepflegt zu werden.

In diesem Sinne freuen wir uns auf Ihren Besuch.