Pressestimmen:
Fastnachtssitzung (12.01.2008)
Klein-Umstädter Kerbverein bot
unterhaltsame Muppetshow


(Jo) Auch in diesem Jahr wurde der rote Faden um den Klein-Umst√§dter Elferrat, der sich von Sitzung zu Sitzung zieht, weiter gesponnen. Diesmal hatte der Elferrat sich eine tolle Muppet-Show ausgedacht und dazu ein perfekt stilechtes B√ľhnenbild gezimmert. Wie vielleicht noch in Erinnerung, war der Elferrat im vergangenen Jahr vom teuflischen Dr. Tod entf√ľhrt worden. Allerdings gelang es dem Komitee, sich noch w√§hrend der laufenden Fastnachtssitzung zu befreien. Bei der neuerlichen Kampagne musste sich der Elferrat noch immer von den Strapazen der letztj√§hrigen Entf√ľhrung erholen. Daher galt es auch in diesem Jahr Ersatz f√ľr den Elferrat zu suchen. In einem TV-Nachbarstudio wurde schlie√ülich passender Ersatz gefunden.
Begr√ľ√üt wurden die bunt kost√ľmierten G√§ste im Saal durch J√∂rg Heil, Dirk Stadtfeld und Holger Schwarz. Letzterer begann die Moderation als Kermit, dem Frosch aus der Muppet-Show.
Aber, schnell entrissen die auf der Muppet-showempore sitzenden nörgelnden Rentner Walldorf (Jörg Heil) und Stadtler (Dirk Stadtfeld) dem Star-Frosch das Moderatoren-Zepter aus der Hand.
Nach diesem ersten Höhepunkt folgte schon ein weiterer. Angesagt hatten sich "Funky Fresh", eine Teeny-Tanzgruppe vom Kerbverein. Die Nachwuchsgarde tanzte als Bankräuber verkleidet, zu einem "Gangstermix" und dem Hit-Song "Sexy Back" von Justin Timberlake.
Das Dorf- und Weltgeschehen glossierte danach Peter Dyroff vom Kerbverein. Er erinnerte in seiner Rede an die Mehrwertsteuererh√∂hung, die Milliardengewinne der Banken, die unversch√§mt hohen Managergeh√§lter und dass man mit Hartz 4 zu einem √úberlebenskampf verdammt ist. Angekreidet wurde von ihm auch, dass Deutschland der neuen Weltwirtschaftsmacht China immer noch Entwicklungshilfe zahle. Fr√ľhere politische "Gr√∂√üen" seien in das europ√§ische Parlament weggelobt worden, weil sie selbst f√ľr Berlin noch zu "bleed" waren. Jetzt aber w√ľrden sie weiterhin noch ihren Bl√∂dsinn verbreiten, wie bei der geplanten, aber gott-seidank gescheiterten, "Apfelweinverordnung". Auf lokaler Ebene erw√§hnte Dyroff die "Schilder weg" Aktion der FDP. In der Klein-Umst√§dter Windfangstra√üe habe man aus diesem Grund zwei Schilder ausgegraben, die dort aber sehr sinnvoll gewesen w√§ren.
Anschlie√üend boten die h√ľbschen "Firebirds" vom SCV-Schwedengarde in Stockstadt eine hervorragend inszenierte Tanz-Traum-Schau. Die flotten Girls tanzten zu den "Falco" Songs: "Der Kommissar", "Rock me Amadeus", "Jeanny" und "Out of the Dark", aus dem Musical "Falco meets Amadeus", das die Geschichte des bei einem Autounfall verstorbenen Stars erz√§hlt. Eine Choreografie, wie man sie nicht alle Tage zu sehen bekommt.
Nun geh√∂rte die B√ľhne Jannik Eckhardt, dem 10-j√§hrigen Nachwuchstalent des Kerbvereins.Der kommende Klein-Umst√§dter Fastnachtstar hielt eine B√ľttenrede zum Thema: "Mein Vater der Fastnachter!"
Mit einer Schunkelrunde sorgte Alleinunterhalter J√∂rg Ratz am Keyboard f√ľr Stimmung im Saal. Danach erschien eine chinesische K√∂chin in der B√ľtt. Silvia Dr√§ut, der Star von der Gernsheimer Weiberfastnacht, r√ľhrte heftig in der asiatischen K√ľche.
Schwungvoll weiter ging es auf der Fastnachtsb√ľhne mit den "Soul Dancers" vom "Killer Sports Studio". Die Gruppe lieferte eine mitrei√üende Tanzshow im Hip-Hop Stil.
Jetzt ging es in die Pause und danach war erstmals auf der Klein-Umst√§dter Fastnachtsb√ľhne der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Klein-Umstadt zu h√∂ren. Mit seinem mitrei√üenden Sound animierte der Musikzug die G√§ste im Saal zum Mitklatschen und die Stimmung erreichte einen weiteren H√∂hepunkt.
Helmuth Sp√§th (Reinheim) und Simone Sior (Klein-Umstadt) lieferten in der B√ľtt einen Sketch, der sich auf dem "stillen √Ėrtchen" abspielte. Ein absoluter Br√ľller, denn die Pantomime der Beiden war erstklassig. Auch die n√§chste B√ľtteneinlage der Gebr√ľder Heil mit Cousin Gunst spielte sich in dieser "anr√ľchigen" Szenerie ab.
Fetzig weiter ging es mit den "Zuckerpuppen" vom Kerbverein. Sie tanzten als Cowgirls zu Bill Ramsey's "Zuckerpuppe", "Caipirinja" von "Möhre" und "Cowboy und Indianer" von Olaf Henning.
Wegen des Rauchverbots im Saal folgte nun schon eine zweite Raucherpause, f√ľr alle, die ohne Glimmstengel hilflos sind.
Die "Independent Girls" vom Kerbverein luden nach der Pause als "Dance Company of the Muppet Show" zu einer furiosen Tanzeinlage ein. Auf der B√ľhne ert√∂nten nun die Super Hits "For you" von den "Discoboys", "Every time we touch" von "Cascada" und ein Nelly Furtado sowie Justin Timberlake Remix.
Versteigert wurde von Peter Dyroff an diesem Abend ein Exemplar des ber√ľhmten "Dancing Bull" Kalenders. Alle in diesem Kalender verewigten Mitglieder des M√§nnerballetts hatten ihn sogar handsigniert. Stefan Menge aus Heubach erhielt f√ľr 60 Euro den Zuschlag. Sp√§ter gab er den Kalender an den Protokoller zur√ľck und lie√ü ihn nochmals versteigern. Dieses mal kamen 70 Euro zusammen. Der Erl√∂s kommt der Kinderkrebshilfe zugute.
Mit Helmuth Sp√§th folgte ein Lachsalvengarant aus Reinheim, der schon auf allen gro√üen Fastnachtsitzungen in der Umgebung zu Gast war. Sein gr√∂√üter Erfolg war ein Auftritt mit dem ber√ľhmten "K√∂lner Botterbl√∂mche".
Noch einmal war danach der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Klein-Umstadt zu h√∂ren, bevor die "Outer Limits" vom Kerbverein √ľber die B√ľhne wirbelten. Als Hommage zu Quentin Tarantinos Film "Kill Bill", erschienen die T√§nzerinnen im Kost√ľm der "Braut" und boten einen t√§nzerischen Augenschmaus, gew√ľrzt mit dem Film Soundtrack aus "Kill Bill".
Jörg Ratz ließ die Tasten rotieren und der Schunkelwalzer heizte noch einmal dem Publikum ein, das sein Bestes gab.
Belohnt wurde man jetzt mit dem Auftritt der "Dancing Bulls", dem KVK M√§nnerballett. Ihr Tanz als M√∂nche war allererste Fastnachtssahne. Der Einmarsch der "Gladiatoren" war angelehnt an Monty Pythons "Ritter der Kokosnuss". It's Showtime hie√ü es beim t√§nzerischen H√∂hepunkt der behaarten Tanzgruppe als der Coversong "Schaut" der Saarl√§ndischen Kultband "Schaafa S√§mpf" ert√∂nte. Zu guter Letzt folgt mit M√∂hres "Nakidei" die frenetisch erklatschte Zugabe, bei der die Dancing Bulls wie gewohnt nackte Haut zeigten. Besonders das weibliche Publikum zeigte sich √ľberaus entz√ľckt.
Das große Finale aller Mitwirkenden ließ die Sitzung schließlich stimmungsvoll ausklingen.

Bild und Text: Johmann

Odenwälder Bote
15.01.2008

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