Pressestimmen:
1. Allgemeines Babenh├Ąuser Pfarrer Kabarett (31.05.2007)
Lachsalven am laufenden Band erschallten im Klein-Umst├Ądter B├╝rgerhaus. Ausl├Âser war das "Erste Allgemeine Babenh├Ąuser Pfarrer-Kabarett". Hans-Joachim Greifenstein (links) und Clajo Herrmann pr├Ąsentierten auf Einladung des Klein-Umst├Ądter Kerbvereins ihr neues Programm: "Kopf hoch, Goliath!"

Pfarrer-Kabarett gl├Ąnzte mit rasanter Comedy und ohne Heiligenschein
"Unsere Zukunft war fr├╝her auch besser"


(Jo) Schon die Lekt├╝re des Programmheftes "Kopf hoch, Goliath!" machte den Besuchern des Pfarrer-Kabarett, im Klein-Umst├Ądter B├╝rgerhaus, jede Menge Spa├č. Humorvoll pointieren die beiden beurlaubten Pfarrer, Hans-Joachim Greifenstein und Clajo Herrmann, in diesem Heftchen ihren Werdegang von der Kanzel auf die Comedyb├╝hne. Aber auch vom nun folgenden Live-Programm wurde man nicht entt├Ąuscht. Man war "im Auftrage des Herrn unterwegs" und zwar auf der Suche nach einer wundersamen Vermehrung der Protestanten. Kinder sind nat├╝rlich immer ein beliebtes Zielobjekt, wenn es darum geht, schon in fr├╝hester Jugend die Weichen f├╝r einen guten christlichen Glauben zu stellen.
Aber so einfach ist das in der heutigen Zeit der Hightech-Kinderzimmer gar nicht. Deshalb war auch die Frage von Clajo Herrmann an seinen Partner berechtigt: "Wann hast du denn das letzte Mal ein Kind auf freier Wildbahn gesehen?"
Heute m├╝sse man den Kindern per PowerPoint-Pr├Ąsentation etwas beibringen, denn auf direkten menschlichen Kontakt seien diese kleinen Wesen doch gar nicht mehr vorbereitet. Fr├╝her habe man den "Goldenen Schuss" von Lou van Burg im Fernsehen gesehen. Das, so die Comedy's, w├Ąre damals die "brutalste Sendung" gewesen. Heute herrsche in den Kinderzimmern der "Krieg im Computer". Man k├Ânne r├╝ckschauend Karl Valentin nur recht geben, der einmal meinte: "Unsere Zukunft war fr├╝her auch besser". Wenn man beim Autofahren Mist baue, dann m├╝sse man zum "Idiotentest". Aber Mama und Papa k├Ânne jeder werden. Das Auto sei dem Staat wohl wichtiger als die Kinder. Auch der Papst wurde in die Comedyshow eingebaut. Er habe bei seinem 80. Geburtstag so entspannt ausgesehen. Ja kein Wunder, meinten die beiden, er sei ja auch nie verheiratet gewesen.
Die Kirche m├╝sse moderner werden, so sage man. Sogar Unternehmensberater h├Ątten sich schon dem "Projekt Kirche" angenommen. Freundlicher solle man den Glauben verk├╝nden und Events bringen. Am liebsten w├Ąre es diesen Beratern doch, wenn es auch in den Kirchen einen Eisb├Ąren "Knut" gebe. Dann w├╝rden sich die leeren B├Ąnke doch ganz schnell wieder f├╝llen.
Vielleicht k├Ânne man den "Katholischen" ein paar Gl├Ąubige abjagen, wenn man beispielsweise eine Feinstaubmessung beim Weihrauchwedeln vornehme. Dann w├╝rden vielleicht etliche Christen in die feinstaubfreie Zone der evangelischen Kirchen fl├╝chten. K├Âstlich auch die satirische Schilderung eines Umzuges. Am Ende meinte man, zu jedem Umzug geh├Âre eigentlich auch ein Umzugsseelsorger.
Die "Evangelischen" m├╝ssten Leitkultur werden. An diesem Programm m├╝sse man hart arbeiten, bis es endlich hei├čt: "Wir sind Luther!" Der heutige Mensch, so res├╝mierte das Pfarrer-Kabarett", sei eigentlich total verweichlicht. Ganzheitliche Ern├Ąhrung sei das Zauberwort und nat├╝rlich "Wellness". F├╝r solche Leute sei der Verzehr eines frisch gebackener Leberk├Ąses ein halbes "K├Ârper-Tschernobyl". In der Steinzeit w├Ąre die Welt noch in Ordnung gewesen. Damals habe die Frau zum Mann gesagt. "Hol Fleisch!" Bei der heutigen M├╝sligeneration m├╝sse der Bio-Metzger die Wutz tot streicheln.
Zwei Stunden lang hatten die beiden Pfarrers nun schon das Publikum mit Slapsticks am laufenden Band erfreut. Eigentlich wollte man die beiden gar nicht mehr von der B├╝hne lassen. Aber, einmal muss Schluss sein und nach einer kleinen Zugabe bedankte sich das Publikum nochmals mit tosendem Applaus. Zufrieden sein konnte auch der Klein-Umst├Ądter Kerbverein als Veranstalter, denn das Haus war ausverkauft.

Text: Johmann (Bild: KVK)

Odenw├Ąlder Bote
05.06.2007

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