Pressestimmen:
U-Bahn Kontrollöre (06.10.2006)
Vollgas in Klein-Umstadt
Auftritt: „U-Bahn-Kontrollöre in tiefgefrorenen Frauenkleidern“ begeistern im Bürgerhaus

KLEIN-UMSTADT. Sie sind schrill, musikalisch perfekt, mit einer durchorganisierten Show unterwegs, und sie tragen keine tiefgefrorenen Frauenkleider mehr. Die „U-Bahn-Kontrollöre“, das Frankfurter Hardcore-a-cappella-Quintett, begeisterte am Freitagabend vom ersten bis zum letzten Song das Publikum im ausverkauften Klein-Umstädter Bürgerhaus.

Wieder ein Erfolg für den örtlichen Kerbverein, der sich längst nicht mehr nur um Fastnacht und Kerb kümmert, sondern das ganze Jahr über Kulturprogramm im Groß-Umstädter Stadtteil präsentieren will. Stolz war man auf die 420 Besucher, die bereits den Eröffnungssong des neuen Programms „Vollgas“ mit frenetischem Applaus bedachten.

Viele treue Fans waren darunter, teilweise von weither angereist, von Offenbach oder aus dem Odenwald. Nur waren nicht allzu viele Klein-Umstädter Gesichter zu sehen.

Die „U-Bahn-Kontrollöre“, früher für ihre wilden Improvisationen und lange Anmoderationen bekannt, sind professioneller geworden. Ihre Show wird mittlerweile von einer Regisseurin betreut, es gibt eine ausgefeilte Choreografie, und aus den alten Programmen haben nur einige Songs wie „Pubertät“, „Jin und Jang“ oder „Hippelich“ überlebt.

Dafür covern sie auf ihre Weise kreuz und quer durch die Pop-Geschichte, karikieren mit „Kaktus“ finstere Klangwerker wie etwa „Rammstein“, begeistern aber auch mit einer sanften Version von Rio Reisers „Junimond“. Manch ein Fan der ersten Stunde mag da ein wenig das „Chaos“ vermisst haben, das sie früher auf der Bühne verbreitet haben, aber die generellen Reaktionen des Publikums scheinen dem neuen Kurs Recht zu geben.

aus

Originalbericht

Darmstädter Echo
09.10.2006

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