Pressestimmen:
Hennes Bender (21.04.2007)
(Jo) Dem Klein-Umst├Ądter Kerbverein war es wieder einmal gelungen, eine der bekannten Showgr├Â├čen aus Funk und Fernsehen in das heimische B├╝rgerhaus zu locken. Mit dem Comedystar Hennes Bender kam Einer in den Stadtteil, den man aus zahlreichen diversen Fernsehsendungen kennt, wie beispielsweise "7 Tage-7 K├Âpfe", "Stratmanns*", "Genial daneben" oder "Ottis Schlachthof. Wer ihn dort schon mal gesehen hat, der wird nach dem Abend in Klein-Umstadt festgestellt haben: Life ist er echt und noch besser. Was da in rund zweieinhalb Stunden, unterbrochen von einer kleinen Pause, auf die Besucher einprasselte, das war allererste Unterhaltungssahne. Bender spr├╝ht vor Energie und seine Witze und Wortspielereien liegen dabei nie unter der G├╝rtellinie. Plattit├╝den mag er nicht, daf├╝r aber die Paradoxie. Warum malen eigentlich die Girlies und Fans der Teenie-Gruppe "Tokio Hotel" die Namen der Band Mitglieder auf Schilder und recken diese dann den Jungs beim Konzert entgegen? Ja meinen die denn, die Jungs w├╝ssten ihre eigenen Namen nicht mehr? Ein Paradoxum sei auch der Satz: "Ich bin eingefleischter Vegetarier", oder was, bittesch├Ân, ist eigentlich eine Doppelhaush├Ąlfte? Erg├Âtzen kann Bender sich ebenfalls am Ausspruch: "Fahr mal langsam schneller!" Tja, meint der Comedystar, wir leben heute in einer Zeit, wo ein Dieter Bohlen dar├╝ber entscheiden darf, wer morgen ein Star ist. Das Publikum nimmt er mit auf diesen Comedy-Train und es muss mitmachen, ob es will oder nicht, da kennt ein Bender keine Gnade. "Sagt mir, wo kommt ihr denn her?" Bender erfuhr, dass sogar welche aus den "Zonenrandgebieten" angereist waren, also aus Bayern. Eine Dame aus Klein-Umstadt wohnte noch vor einem Jahr in Herne. Was Bender ganz gl├╝cklich machte, denn er komme ja, bekannterweise, aus Bochum. Auf den Bochumern laste das Schicksal des Bergbaus, denn viele glaubten, die Menschen dort w├Ąren im Bergbau geboren, also quasi unter Tage. Bender erz├Ąhlt gerne von seiner Kindheit und der ersten Erektion. Die erlebte er beim Musikladen und dem obligatorischen Auftritt der leicht bekleideten "Go, Go, Girls". Aber insgesamt h├Ątten sich die Zeiten ja sehr gewandelt. W├Ąre fr├╝her die schlimmste Strafe f├╝r Kinder der Hausarrest gewesen, so sagen die Eltern heute zu ihren Spr├Âsslingen: "Du warst nicht brav, du gehst jetzt raus spielen!"
Aber auch ein Bender kommt in die Jahre. Fr├╝her habe man sich beim Bolero von "Ravel" geliebt. Stolze 15 Minuten lang ist das St├╝ck. Heute w├Ąre ihm das entschieden zu lang.
Aber auch seine soziale Ader machte Hennes Bender an diesem Abend publik. Als Michael Schumacher seine Rennfahrerkarriere beendete, h├Ątten die Medien in gro├čen Lettern verk├╝ndet: "Ein Held tritt ab". Ja was sei denn das f├╝r ein Held, der immer nur im Kreis fuhr. Helden w├Ąren f├╝r ihn Leute, die in Altersheimen und Krankenh├Ąusern arbeiten, oder behinderte Menschen betreuen. Das, so Bender, seien die wirklichen Helden. Das sah auch das Publikum so und spendete spontan Beifall.
Schwierigkeiten habe er auch mit der Bibel, die besonders von den Amerikanern wortgetreu ausgelegt werde. Diese w├╝rden auch gr├Â├čtenteils nicht an die Evolution glauben.
Bei solchen Diskussionen habe er Amerikaner gefragt, wieso denn in der Bibel keine Dino-Saurier erw├Ąhnt werden. Die habe es nie gegeben. Aber die zahlreichen Knochenfunde, habe er gewagt zu entgegnen. Ja, die habe Spielberg vergraben, um sie f├╝r seinen Film "Jurassic Park" zu verwenden! Aber, wie in der Bibel bei Adam und Eva niedergeschrieben, eine sprechende Schlange, die habe es gegeben?
Mit der Fast Food Gesellschaft hat es Bender ebenfalls nicht so gerne zu tun. ."Mac Donald" bezeichne sich selbst als Restaurant. Da k├Ânne man doch auch an jede Br├╝cke schreiben: "Das etwas andere Hotel". K├Âstlich war von Bender auch die Einlage des Miriam Makeba Hits "Pata, Pata". Tanzend und singend h├╝pfte er ├╝ber die B├╝hne und die Leute trampelten vor Begeisterung. Nat├╝rlich durfte bei der Imitatorenspielerei auch Herbert Gr├Ânemeyer nicht fehlen. Ein Streifzug durch.Herberts Hitparade" war allererste Comedysahne. Zum vielumjubelten Schluss. bot Hennes Bender eine Modelshoweinlage f├╝r eine Dame vom Kerbverein und f├╝r ihre 7 Megapixel Kamera. Zudem erl├Ąuterte er, wie man den Harndrang mit einer Beckenboden├╝bung erfolgreich unterdr├╝cken kann. Und als vorerst letzte Zugabe folgte noch die Sache mit dem Anruf eines Freundes, der auf den Anrufbeantworter sprach, aber mit den nur zur Verf├╝gung stehenden 60 Sekunden gar nicht klar kam.
Schlie├člich wurden die Zuschauer zum guten Schluss mit Nebelkanonen.beschossen". Aus dieser Nebelwand erschien einer der "Retter der Welt" und Lieblingsfigur von Hennes Bender: "Batman", der Fledermaus-Mann. Eine gelungene Parodie von Bender, der nun endg├╝ltig von der B├╝hne verschwand. Anschlie├čend konnten die Fans noch DVD┬┤s oder ein Fan T-Shirt kaufen. Die 10 Euro, die das Shirt kostet, spendet Bender f├╝r eine Einrichtung, die behinderte Kinder betreut. Freuen darf man sich schon auf die n├Ąchste Einladung des Kerbvereins. Am 31. Mai wird das "Erste Allgemeine Pfarrer-Kabarett" zu Gast auf der Klein-Umst├Ądter B├╝rgerhausb├╝hne sein. Das Duo pr├Ąsentiert an diesem Abend das brandneue Programm: "Kopf hoch, Goliath!"

Bild und Text: Johmann

Odenw├Ąlder Bote
24.04.2007

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