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Zwanzig Minuten StraĂźenvergnĂĽgen in Klein-Umstadt
Zur Kerb gab's Kultur, StraĂźenumzug und Kerbspruch

(neu) "Wemm is die Kerb? - Unser" war zu hören am Sonntag in den Straßen von Klein-Umstadt. Der dortige Kerbverein wartete wieder mit einem kleinen, aber feinen Programm auf, das sich auf insgesamt fünf Tage verteilte. Es ist schon fast guter Brauch, dass neben der klassischen Kirchweihfeier mit Musik, Straßenumzug oder Kerbspruch auch Kultur geboten wird. Am Freitag gastierte im Bürgerhaus der Kabarettist Clajo Herrmann mit seinem Programm "Haftung inbegriffen". Die Reihenfolge im Kerbprogramm, für das sich der Kerbverein 1989 Klein-Umstadt (KVK) verantwortlich zeichnet, ist gut ausgesucht. Die Feier beginnt mit einem Kulturschock, erwartet man doch normalerweise Dicke-Backe-Musik und wenigstens Halbe-Liter-Krüge voll von Bier. In Klein-Umstadt ticken die Kerbuhren anders. "Wenn es die Terminplanung interessanter Künstler zulässt, buchen wir jemanden für einen unterhaltsamen Kerbabend der anderen Art. Das hat schon einige Male erfolgreich geklappt. Und auch dieses Jahr sind wir mit der Zuschauerzahl wieder zufrieden", so Gregor Koch, Erster Vorsitzender im Kerbverein und zugleich Kerbvadder 2008, der sich über mehr als 80 Gäste am Freitagabend freute. Dieses Jahr vergnügte sich das Publikum mit der "leichteren Hälfte des Ersten Allgemeinen Babenhäuser Pfarrer(!)-Kabarett-Duos". Clajo Herrmann eilte mit seinem Solo-Programm "Haftung inbegriffen" durchs Leben und klärte bissig bis witzig viele Fragen dazu - zum Vergnügen der Zuhörer. "Das neue Programm erlaubt mir, so aufzutreten, wie ich mich am wohlsten fühle: schlipsfrei, meist auf einem Hocker, Kleinigkeit zu trinken. Und jeder ahnt: der spielt nicht, der ist so", bringt der Künstler sein minimalistisches Bühnenoutfit auf den Punkt. Am Samstag fand die klassische Kerbveranstaltung statt - mit Livemusik und Tanz im Bürgerhaus. Dazu wurde warmes Essen gereicht. Und am Folgetag hatte die Kerb dann endgültig ganz Klein-Umstadt im Griff. Oder zumindest einen großen Teil. Eine Handvoll Wagen unter anderem aus dem Musikzug der örtlichen Feuerwehr oder dem Kleintierzuchtverein schlängelte sich durch den Ort bis zum Bürgerhaus. "Der Country Club lässt sich immer wieder was Neues einfallen", war ein Zuspruch aus den Zuschauerreihen. Die beiden "Kerbvadder" Dirk Eckhard und Gregor Koch kamen hoch zu Ross daher. Sie bestimmten dann beim Kerbspruch das Geschehen. Dieser versprach "Ob grouß, ob kloa, ob dick or dinn - alles is im Kerbspruch drinn"! Da durfte auch die Seeverbindung zwischen Klein-Umstadt und Kleestadt nicht fehlen, wenn sich bei Regenwetter der Radweg stückweise in einen Mini-Teich verwandelt und auf dem Landweg kein Durchkommen mehr zulässt. Dieser ernst gemeinte Spaß prangert die lang ausstehende Sanierung des Radwegs an, wozu - so der Kerbspruch - bald Land in Sicht ist. Dann folgte mit dem Auftritt der Kindergruppe "Peanuts" des Kerbvereins eine Premiere, die den Beifall der Zuschauer verdiente. Diese entspannten sich bei Kaffee und Kuchen.
Am Montag stand auf dem Kerbplan der Frühschoppen in den Gaststätten, und am Dienstagabend fand die Kerbverbrennung statt. Zu diesem kurzweiligen Vergnügen lieferte die Jugend der Freiwilligen Feuerwehr Klein-Umstadt die Bewirtung. Nicht nur das Kulturprogramm am Freitag macht die Klein-Umstädter Kerb andersartig. "Solange wir hier die Halle dafür nutzen können, tun wir das auch. In heutiger Zeit ein Zelt für drei oder vier Tage zu mieten, kann eine teure Angelegenheit für den Verein werden. Außerdem wird die Halle gut angenommen von den Kerbbesuchern", erklärt Gregor Koch ein weiteres Merkmal, wodurch sich die Klein-Umstädter Kirchweih von anderen Veranstaltungen dieser Art unterscheidet. Dass der Kerbverein nicht nur für die Kerb zuständig ist, sondern ein Stück weit das kulturelle Ortsgeschehen in abwechslungsreicher Weise mitprägt, verraten die Internetseiten www.kerbverein89.de des Vereins.

Bild und Text: Andreas Neubert

Anhang: Odenwaelder_Bote_2008-09-16.pdf


Odenwälder Bote
16.09.2008

Klein-Umstadt: Kabarett, Tanz, Umzug
KLEIN-UMSTADT. Die Klein-Umstädter Kerb wird am ersten Septemberwochenende ab Freitagabend (5.) gefeiert, mit einem attraktiven Programmpunkt: Clajo Herrmann vom „Ersten Allgemeinen Babenhäuser Pfarrer-Kabarett“ kommt ins örtliche Bürgerhaus und spielt dort sein Soloprogramm „Haftung inbegriffen“. Einlass ist ab 19 Uhr, Karten gibt’s in Klein-Umstadt im „Laden ums Eck“ und bei Röhnke, in Umstadt im Umstadt-Büro. Für Samstag (6.) ist ab 19 Uhr Kerbtanz im Bürgerhaus angekündigt. Am Sonntag (7.) geht’s dort um 10 Uhr mit Frühschoppen und Mittagessen weiter. So gestärkt kann man sich ab 14 Uhr den Umzug ansehen und um 15 Uhr zum Kerbspruch Kaffee und Kuchen bestellen.

Auch für Montag (8.) ist ab 10 Uhr Frühschoppen angesagt. Die Klein-Umstädter Kerb klingt am Dienstag (9.) mit der Kerbverbrennung um 20.30 Uhr vor dem Feuerwehrhaus aus.

aus
26.8.2008

Originalbericht

Darmstädter Echo
26.08.2008

Kerb in Klein-Umstadt - 2006
Buntes Showprogramm
Tradition: Kerb in Klein-Umstadt mal anders - Organisatoren beschreiten neue Wege

KLEIN-UMSTADT. Vom eigenen Erfolg überrascht zeigt sich Jörg Heil vom Klein-Umstädter Kerbverein: "Der Band-Wettbewerb am Freitagabend ist prima gelaufen. Insgesamt hatten wir um die dreihundert Leute da - deutlich mehr, als wir gedacht haben." Sieger wurde die Newcomer-Band "Sex `n´ Nachos".

Klein-Umstädter Kerb mal anders: Kasperltheater mit viel "Kuddelmuddel" im Märchenland, zur Freude von rund 90 Kindern. Für die Größeren gab es einen Western-Dreikampf: Reiten auf dem elektrischen Bullen (Einzelsieger: Gary Fritz, der sich 64 Sekunden auf dem Monstrum halten konnte), Schießen mit dem Lasergewehr (Bester: Wolfgang Hoffmann) und Wettnageln (Bester: Wolfgang Sior). In der Gesamt-Einzelwertung belegte Daniel Heil den ersten Platz, Gruppensieger wurde das Team "Bullsblood". Neue Wege in Klein-Umstadt - das galt auch für den Kerbumzug am Sonntag. Geradewegs die Bahnhofstraße hinunter, mit Pauken und Trompeten der örtlichen Feuerwehrkapelle, Tänzerinnen des Kerbvereins und Fußball-Bambini. Mit dabei waren auch einige Westernreiter sowie die "Kerbschneckscher", die den Kerbspruch zelebrierten.

aus

Originalbericht

Darmstädter Echo
05.09.2006

Runderneuertes Kerbprogramm - 2006
Klein-Umstädter feierten ausgiebig

(neu) „Runderneuert“ – so nannte Jörg Heil vom Klein-Umstädter Kerbverein 1989 das viertägige Festprogramm, das sozusagen mit Pauken und Trompeten und mit viel Pepp beim Publikum und bei den Mitwirkenden einschlug. So wurde der Freitagabend zur „Battle of the bands“ im Wettbewerbsformat. Statt traditionellem Kerbtanz gab`s am Samstagabend viel Spaß beim Bull-riding und bei Country-Musik. Auch das Kasperle schaute bei den jungen Kerb-Besuchern vorbei. Am Sonntagmorgen flogen die Beine durch die Luft – beim Tanzturnier. Es folgte der traditionelle Kerbumzug und Kerbspruch. Am Montag startete der Frühschoppen und am Dienstag wurde Kerbstoffel Kurtchen verbrannt.

Frischer Wind in der Klein-Umstädter Kerb belebte die jährliche Veranstaltung. „Es war zwar kein Rückgang spürbar, aber Stagnation im Mitfeiern“, so fasste Jörg Heil vom Kerbverein 1989 Klein-Umstadt die vergangenen Kerbveranstaltungen zusammen. Der Kerbverein bastelte ein „runderneuertes“ Programm zusammen und schon machte sich neugierige Mitfeierlaune breit. Besonders am Freitagabend im Bürgerhaus. Dort schlugen sich und dem Publikum in der „Battle of the bands“ die fünf Gruppen „Black Port“ aus Gross-Zimmern, „Coplete“ aus Reinheim, „Emotion Elevator“ aus Aschaffenburg und „Sex´n´Nachos“ aus Groß-Umstadt die Rhytmen nur so um die Ohren. Den Contest mit Special Guest „Judy Jive“ aus Darmstadt konnten die Umstädter Musiker für sich entscheiden. Danach legten die Bullsblood DJs „The Brother Heil“ die CD-Scheiben auf für rund 300 Besucher.

Der Samstag startete mit Flohmarkt und dem ersten Klein-Umstädter Kasperltheater. Dort sortierten rund 90 junge Zuschauer mit Kasperl das „Kuddelmuddel im Märchenland“.

Abends ging`s dann richtig zur Sache beim „1. Western Dreikampf“ im Bürgerhaus – anstatt traditionellem Kerbtanz wie bisher. Die Wettbewerbsdisziplinen waren Reiten auf einem mechanischen Bullen, Wettnageln und Lasershooting.

Dazu gab`s flotte Westernmusik und Leckeres aus der Westernküche. Den Dreikampfvergleich gewann das Team „Bullblood“ und Daniel Heil in der Einzelwertung.

Weitere Ergebnisse: Einzelwettkampf/Schießen: Wolfgang Hoffmann 89 Ringe, Bullenreiten: Gary Fritz 62 sec. und bester Nagler in Klein-Umstadt war Wolfgang Sior. „Auch eine Runderneuerung muss sich erst einlaufen“, kommentierte Heil die Anzahl von rund 150 Besuchern der Veranstaltung, die die Erwartungen nicht übertraf, aber auch keinen Rücklauf bedeutete.

Die Verlegung des Kerbgottesdienstes am Sonntagmorgen vom Bürgerhaus in die Wehrkirche war für den Kerbverein keine glückliche Sache, denn so blieben die Gäste des Frühschoppens aus. Dafür lief ein Tanzturnier mit hochkarätiger Besetzung, dem Hessenmeister „Anaconda“ vom SGA Darmstadt. Sie wurden tänzerisch ergänzt von den „Glamour Girls“ der Stadtgarde Offenbach und den „Wild Angels“ vom CG Beerfelden sowie den Tanzgruppen des KVK.

Den verkürzten Kerbumzug sah auch nur eine begrenzte Anzahl von Zuschauern. „Wir hätten uns einen größeren Umzug gewünscht“, so Jörg Heil, der damit vielleicht auch insgeheim hoffte, mehr Zuschauer auf die Straße oder an die Fenster zu locken. Danach ging`s zum Kerbspruch ins Bürgerhaus, der von den „Kerbschneckschern“ gehalten wurde. Sie verstanden es, missglückten Aktionen noch eins draufzusetzen – mit ihren spöttischen Bemerkungen in Form von eigenen Liedcreationen. Es folgte die Prämierung des schönsten Umzugsbeitrags, für den die „Crazy Dancers“ die Trophäe kassierten, und der besten Tanzgruppe, die an die Offenbacher „Glamour Girls“ ging.

Der Montagsfrühschoppen verteilte sich auf die Gaststätten. Dafür fanden sich am Dienstag Mitglieder des Kerbvereins, der Kerbschneckscher und der Feuerwehr auf dem Freien Platz ein, wo Kerbstoffel Kurtchen als symbolisches Ende der Kerb 2006 unter Trauergesang verbrannt wurde.

Foto: Kerbstoffel Kurtchen ließ sich beim Umzug durch Klein-Umstadts Straßen, die auch mehr Publikum vertragen hätten, kutschieren.

Bild und Text: Andreas Neubert

www.region-odenwaldkreis.de

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05.09.2006

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