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Fastnachtssitzung (23.01.2010)
Bürgermeister glänzte als Retter der leeren Stadtkasse in der Klein-Umstädter Bütt

(Jo) Die Klein-Umstädter haben bei ihrer Fastnacht die Ruhe weg. Eine halbe Stunde vor Beginn der 17. Fastnachtssitzung waren die Stühle im Saal noch relativ gering ausgebucht. Aber welch Wunder, kurz vor Beginn der Sitzung strömten die Besuchermassen und plötzlich waren alle Stühle von einer überwiegend kostümierten Narrenschar besetzt.
Wieder saß Jörg Ratz, der Entertainer der Keyboardtasten, an seinem geliebten Instrument und Punkt 19.11 Uhr lud er die Gäste im Bürgerhaus zur ersten Schunkelrunde ein. Das war ein stimmungsvoller Einstieg und schon erschien der erste Programmpunkt auf der Bühne. Die beiden Moderatorinnen, Simone Sior und Sylvia Hoffmann durften die jüngste Tanzgruppe des Kerbvereins, die "Peanuts" ansagen. Als Cheerleaders machte der Nachwuchs seine Sache perfekt. Die Zuschauer zeigten sich begeistert und klatschten beim Hit "Heut is so a schöner Toag" ausgelassen den Takt mit.
Die Eltern waren im Urlaub und der Nachwuchs hatte Zuhause sturmfreie Bude. Jannik Eckhardt ist immer noch aufgrund seines Alters die Nachwuchshoffnung der Klein-Umstädter Fastnacht. Mittlerweile ist er aber schon sturmerprobt in der Bütt und Lampenfieber für ihn ein Fremdwort.
Jannik nutzte die Abwesenheit der Eltern natĂĽrlich sofort aus. Party bis der Arzt kommt war angesagt, oder wie in diesem Fall, bis die Eltern ĂĽberraschend frĂĽher aus dem Urlaub zurĂĽckkehrten.
Eben noch waren sie auf dem Lufthansa Airport und wenig später landeten sie auf der Fastnachtsbühne im Bürgerhaus. Die flotte Stewardessen-Crew des Kleestädter Gymnastikvereins wirbelte in feschen Uniformen gekonnt über das Parkett. Natürlich mussten sie dem Publikum eine Zugabe gewähren.
Ein weiterer Höhepunkt kündigte sich vor der ersten Pause in der Klein-Umstädter Bütt an. Unter den Ehrengästen weilte nämlich auch Bürgermeister Joachim Ruppert und der gab an diesem Abend erstmals ein Gastspiel in der Bütt.
Der Bürgermeister erwies sich als exzellenter Finanzjongleur, der die Stadtkasse wieder in die Gewinnzone bringen will. Kommt ein säumiger Steuerzahler zum Rathaus um wegen seiner Steuerschulden um Gnade zu bitten, muss er erst einmal den Nacktscanner passieren, ob er nicht doch noch irgendwo einen Euro versteckt hat.
Viel Geld bringe bekanntlich die Hundesteuer und noch mehr die Steuer fĂĽr Kampfhunde. Also was tun? Kurzerhand wird jeder Hund auf der Steuerkarte zum "Hund mit Biss" umfunktioniert auch wenn dem Dackel bereits das Gebiss fehlt. Egal, Hauptsache die Steuerkasse jubelt.
GroĂź-Umstadt sei bekanntlich die heimliche Kulturhauptstadt des Landkreises. Aber, Kultur kostet Geld. Also wird ein Kulturamtschor gegrĂĽndet und Umstadt sucht ab sofort selbst das Supertalent und von jetzt an heiĂźt es in GroĂź-Umstadt anstatt "DSDS" nunmehr "USDS" ("Umstadt sucht den Superstar").
Nach der Pause fetzten die "Independent Girls" in feschen KostĂĽmen zu rockigen Rhythmen ĂĽber die BĂĽhne. FĂĽr den stĂĽrmischen Applaus bedankten sich die Girls mit einer Zugabe.
Witz auf Witz folgte jetzt bei Christoph Visone. Der Gast aus Eppertshausen sorgte mit seinen Gags aus "Malle" für wahre Lachsalven im Saal, auch wenn manchmal das drahtlose Mikrofon ab und zu Vulkanausbrüche in der Lautsprecheranlage auslöste. Ein Problem, das der Tontechniker an diesem Abend leider nicht ganz wegretuschieren konnte.
Nachdem Jörg Ratz das Auditorium mit dem Hit "Ich bin der König von Mallorca" auf der Begeisterungsskala wieder nach oben katapultiert hatte, folgte der Zug der Kleestädter Trauerweiber.
Das schwarz gekleidete Sextett vom benachbarten Gymnastikverein trat als "Priamsel-Chor" auf. Bei ihrem coolen Grabsteingesang rollten beim Publikum die Lachtränen wie ein Lavastrom.
Als "blauer Blitz vom Zillertal" stieg danach Dirk Eckhardt vom Kerbverein in die Bütt. Seine Erlebnisse als Skilehrer waren allererste Fastnachtssahne. Bei der wedelnden Damenwelt auf den Pisten war er jedenfalls heiß begehrt. Kein Wunder, denn der fesche Bezwinger aller Skipisten war keinem amourösen Abendteuer abgeneigt. Die Hauskapelle spielte dazu: "Ich bin so schön, ich bin so toll, ich bin der Anton aus Tirol!"
Bevor zur letzten Pause geläutet wurde, konnte die Narrenschar dem mitreißenden Gardetanz der feschen Mädels aus Dorndiel zujubeln.
Fesch sahen sie aus in ihren schmucken KostĂĽmen und die Darbietung war durchaus fernsehreif.
Begleitet von Jörg Ratz sangen jetzt die "Scheppsinger", eine neu gegründete Gesangsgruppe des Kerbvereins Klein-Umstadt, ihre Lieder von der Waterkant. Dirk Eckhardt und sein achtköpfiger Frauenchor riss die Besucher förmlich von ihren Sitzen. Begeistert klatschten alle den Rhythmus mit, wie bei "Tür an Tür mit Alice". Den Hit von Howard Carpendale hatte der Chor umgetextet in "Im Bürgerhaus ist Fastnacht, da gehen wir alle hin". Toll auch der MitmachKnaller "Sieben Fässer Wein". In Klein-Umstadt wurde das zu einem Lied über die eigene Fastnacht umgetextet. Alle Lieder begleitete auf seinem Keyboard Jörg Ratz. Auch den Hit, den man schon am Anfang gehört hatte: "Heut is so a schöner Toag".
Sein Talent als Travestiestar stellte einmal mehr Gregor Koch unter Beweis. Als Meerjungfrau war er eine Wucht und seine Witze hat er im Laufe der Jahre doch sehr kultiviert. Auch wenn der eine oder andere Brüller dabei war, bewegten diese sich aber nicht mehr stark unterhalb der Gürtellinie. Ein insgesamt fescher Auftritt. Zudem feierte der Fastnachts-Recke an diesem Tag Geburtstag und durfte sich über ein Ständchen des Publikums freuen.
Mit den hübschen Damen aus Dorndiel kam jetzt der Broadway nach Klein-Umstadt. Nach dem legendären Song von Frank Sinatra "New York, New York" schwangen die Damen die roten Hüte und ließen reichlich netzbestrumpfte Beine sehen.
Was wäre eine Sitzung ohne Simone Sior in der Bütt. Natürlich gab sie auch an diesem Abend eine humoristische Einlage auf der Fastnachtsbühne. Als Urlauberin am Nordseestrand hatte sie viel erlebt und so gab es in der Bütt auch viel zu erzählen. Angefangen vom Bad mit Seehunden in der Nordseeaufzuchtstation, über FKK am Nordseestrand, bis hin zur Butterfahrt auf dem Kutter.
Höhepunkt des Abends war der Auftritt des Männerballetts "Dancing Bulls". Die gestandenen Mannsbilder haben ihre Auftritte mittelerweile choreografisch ausgebaut. Nur rumhüpfen und dann auch noch viel nacktes Fleisch präsentieren, das war einmal, das ist jetzt out.
Leiterin Tamara Hofmann ließ ihre Jungs als fesche Marine Offiziere auf der Bühne erscheinen. Die Darbietung lief auf hohem Niveau ab und tänzerisch perfekt. Auch wenn einige enthemmte Damen im Publikum mehrfach "Ausziehn! Ausziehn!" in den Saal riefen. Die Jungs blieben standhaft. Nur die Offiziersjacke opferte man, aber das Feinripp-Unterhemd behielten die Jungs an. Stürmischer Applaus belohnte den Auftritt.
Noch einmal kamen jetzt alle Akteure auf die Bühne und jubelten dem begeisterten Auditorium zu. Eine Polonaise durch den Saal ließ die unterhaltsame und vergnügliche Show allmählich ausklingen.
Wer will kann sich schon jetzt den Termin für das nächste Jahr vormerken. Am 12. Februar 2011 wird zur nächsten Fremdensitzung des Kerbvereins eingeladen. Es lohnt sich schon jetzt zu reservieren, auch wenn es keinen Frühbucher Rabatt gibt.

Bild und Text: Johmann

Anhang: odenwaelder_bote_2010-01-26.pdf


Odenwälder Bote
26.01.2010

Fastnachtssitzung (31.01.2009)
Zum Schluss ein Heiratsantrag
Klein-Umstadt: Überraschender Höhepunkt am Ende der Sitzung mit vielen Narren-Gästen

KLEIN-UMSTADT. Unterfranken ist nicht weit, insofern war die blau-weiße Dekoration im Klein-Umstädter Bürgerhaus naheliegend. „So wie im Hofbräuhaus in Bayern, woll’n wir heut die Fastnacht feiern!“ hatte der Kerbverein seine Sitzung am Wochenende überschrieben.

Also begrüßten Silvia Hoffmann und Simone Sior im Dirndl das Publikum und moderierten fesch das Programm. Eröffnet wurde es durch die Jüngsten des Kerbvereins, die Peanuts, die an diesem Abend Fastnachtspremiere feierten – und entsprechend gefeiert wurden. Dann zeigte sich, dass der Name „Eckhardt“ ein Garant für Lacher ist. Jannik Eckhardt ist zwar erst 12, hat aber schon ein paar Jahre Büttenerfahrung. Nach einem Showtanz der Gruppe „Funky Fresh“ kam’s dann mit Dirk Eckhardt richtig dicke. Von hinterm Buckel, aus Dorndiel, waren die „Dance Bunnies“ angereist. „Endlich mal wieder ein Gardetanz“, freuten sich manche im Publikum.

Dass man auch mit bekannten Witzen Lachsalven provozieren kann, zeigte Christoph Visone aus Eppertshausen. Dann spielte Ernst Knust virtuos Mundharmonika, und natĂĽrlich hatte Gregor Koch als Chef des Kerbvereins seinen Auftritt in der BĂĽtt.

Das Klein-Umstädter Programm lebt stets von einer Mischung aus Eigengewächsen und Gaststars, zu denen die Tänzerinnen aus Gundernhausen zählen. Tänzerisch ging’s weiter mit den kerbvereins-eigenen „Outer Limits“, später zeigten noch die „Independent Girls“ ihr Können.

Dazwischen aber zwitscherten Martin Müller und Klaus Herzig aus Gundernhausen den 300 Narren etwas vor. Spät am Abend durfte über Helmut Späth aus Reinheim gelacht werden. Wie es sich für Klein-Umstadt gehört, tobte am Ende das Männerballett „Dancing Bulls“ über die Bühne. Als dann noch Dancing Bull-Mitglied Andreas Kämpfer nach dem Auftritt seiner Sybille auf der Bühne einen Heiratsantrag machte, fand die Begeisterung im Saal kaum ein Ende.

aus
3.2.2009

Originalbericht

Darmstädter Echo
03.02.2009

Fastnachtssitzung (31.01.2009)
Dämonentanz, Männerballett und ein Heiratsantrag begeisterte das Klein-Umstädter Fastnachtspublikum

(Jo) In diesem Jahr gab es auf der Klein-Umstädter Narrenbühne des Kerbvereins keinen Kampf der Welten und niemand musste von einer Zeitreise zurück auf die Fastnachtsbühne gebeamt werden. Es gab auch keinen Elferrat, dafür war die Bühne nun frei für die Aktiven, wobei insbesondere die Tanzgruppen vom neuen Bühnenformat profitierten. Durch das Programm führte demzufolge auch kein Präsident, sondern das hübsch kostümierte Duo Silvia Hoffmann und Simone Sior. Musikalisch umrahmte die große Schau des Humors einmal mehr Entertainer Jörg Ratz am Keyboard.
Das Herz der Zuschauer eroberte nun im Sturm die Nachwuchsgruppe des Kerbvereins, die "Peanuts". In feschen Fastnachtskostümen und perfekt als kleine niedliche Mäuse geschminkt, tanzten sie ganz kess und fast ohne Lampenfieber über die Bühne. Es gab viel Applaus und natürlich noch eine Zugabe. Von seinem Opa, der jetzt Rentner ist, aber kaum noch Zeit hat, erzählte in der Bütt der zwölfjährige Jannik Eckhardt. Was wollte der Opa nicht alles machen, wenn er endlich Rentner sei. Sogar kochen wollte er. Da aber, so der Nachwuchsjecke, der bereits zum 4. Mal in der Bütt stand, wäre inzwischen die ganze Familie schon verhungert. Als fesche "Knastie-Truppe" wirbelte jetzt die Tanzgruppe "Funky Fresh" vom Kerbverein über die Bühne. Die Bühne war übrigens in bayrischen Farben geschmückt, denn der Abend stand unter dem Motto: "So wie im Hofbräuhaus in Bayern, wollen wir heut die Fastnacht feiern!".
Dirk Eckhardt kam jetzt als Dicker in die Bütt, der sich schon l000 mal gewogen hatte, aber dann auch l000 mal entsetzt war als er den Zeiger ganz nach oben schnellen sah. Er wusste aber auch warum das so war. "Jedes bißchen Stress setzt bei mir Fett an", rief er in den Saal. Am Ende kam er zur viel umjubelten Einsicht: "Ich bleib, wie ich bin!" Von Dorndiel nach Klein-Umstadt gekommen waren die "Dance Bunnies", eine schicke Gardetanzgruppe aus dem kleinsten Stadtteil von Groß-Umstadt. An diesem Abend aber kamen sie ganz groß heraus und das Ansager-Duo rief enthusiastisch: "Endlich wieder nach Jahren ein Gardetanz im Bürgerhaus!". Christoph Visone, Sohn des berühmten "Pizzabäckers" aus Eppertshausen, wurde nun lautstark begrüßt. Der Junior gab sich in der Bütt als "e'Dabbesje" zu erkennen und erntete mit seinem Vortrag wahre Lachsalven im Saal.
Mindestens ebenso perfekt wie der vor Weihnachten kommerziell so berühmt gewordene Michael Hirte spielte der Klein-Umstädter Ernst Knust die Mundharmonika. Seine romantischen Hitparadenmelodien entzückten das Publikum, das gar nicht genug von diesen romantischen Tönen bekommen konnte. Bei Altmatador Gregor Koch riss alleine dessen Outfit das Auditorium zu Begeisterungsstürmen hin. Als fesche Alte erschien er in der Bütt und es folgte nun ein Feuerwerk von Witzeleien. Von nun an wurden die Lachmuskeln arg strapaziert.
Gerade erst sind in Amerika die Wahlen vorüber, schon erschien eine "Abordnung aus den Staaten" auf der Klein-Umstädter Fastnachtsbühne. Das Outfit der Tanzstars aus Gundernhausen, als "Stars and Stripes" Gruppe, war allererste Fastnachtssahne. Ein weiterer Pluspunkt im Programmreigen.
Nach der zweiten und letzten Pause wurde auf der Klein-Umstädter Fastnachtsbühne noch einmal so richtig Gas gegeben. Die "Outer Limits" boten eine tänzerische Performance, die etliche Tanzgruppen beim alljährlichen Fastnacht-Fernsehhit "Hessen lacht zur Fassenacht", hätten ganz schön alt aussehen lassen.
Was hier Leiterin Verena Steinlein auf die Bühne zauberte, das kann man ganz einfach nur als fantastisch bezeichnen. Eine Choreografie, die bis aufs "I-Tüpfelchen" ausgeklügelt war und ein Augenschmaus für alle Zuschauer war. Dämonen bevölkerten in einem imaginären Wald die Bühne und entführten einige der Darsteller in die Welt der Schatten. Gäbe es einen Oscar für Tanzgruppen, die Gruppe um Verena Steinlein hätte ihn zweifelsohne verdient gehabt. Zurückgeholt aus dem Tal der Dämonen wurden die Besucher der Fremdensitzung durch den Auftritt von Klaus Herzig und Martin Müller. Die Gaststars aus Gundernhausen boten eine exzellente Show des gesanglichen Humors. Mit dem Roberto Blanco Hit "Ein bisschen Spaß muss sein", über "Zum Abschied en Klumpe", bis hin zum umgetexteten Hit von Chris Roberts, "Man muss nicht immer 17 sein", bedienten die beiden das ganze Spektrum der feuchtfröhlichen deutschen Hitparade. Ein Knaller, bei dem jeder mitmachen musste und natürlich auch mitmachte. Da blieb kein Auge trocken. Ein tänzerisches Highlight war jetzt der Auftritt der legendären "Independent Girls". Diese Klein-Umstädter Gruppe wird durch Neuzugänge immer wieder verjüngt. So ist sie eine zeitlose Wegbegleiterin der Klein-Umstädter Fastnacht. Die tänzerische Einlage der Girls war ebenfalls ein absoluter Knaller und die Kostüme eine Augenweide. Helmut Späth, Gastbüttenredner aus Reinheim und in Klein-Umstadt ein stets gern gesehener Dauergast ließ die Wände des Bürgerhauses durch die von ihm ausgelösten Lachsalven immer wieder erbeben.
Der Showdown blieb an diesem Abend wieder einmal den "Dancing Bulls" vorbehalten, dem Männerballett des Kerbvereins. Schon beim Einzug, der wie aus Marmor gemeißelten göttlichen Körper, ertönte aus den Zuschauerreihen lautstark der Ruf der weiblichen Neandertaler-Aktivistinnen: "Ausziehn!!!" Zwar waren die maskulinen Gestalten nicht in Felle gehüllt, aber alleine der Gedanke an die weit zurückliegende Eiszeit weckte die Urinstinkte der weiblichen Gehirnzeilen: "Fleisch!"
Na ja, ganz so übertreiben wollen wir es nicht, das Männerballett ist halt ganz einfach eine Wucht und da kann es schon mal vorkommen, dass die weibliche Solidargemeinschaft die Contenance vergisst. Dafür ist ja auch Fastnacht da und die Helden auf der Bühne hätten es ganz bestimmt schmerzlich vermisst, wenn ihnen nicht der Ruf des Urweibs entgegen geschallt wäre: "Ausziehn!!!" Aber, die "Dancing Bulls" verstehen es nicht nur, der Frauenwelt durch ihre muskelgestählten Körper animalische Entzückungsschreie zu entlocken, sie bieten auch Romantik pur.
"Dancing Bull" Mitglied Andreas Kämpfer fand in Frankfurt sein Glück, denn er lernte dort Sybille Neumann kennen. Einen Tag vor der Sitzung hielt es die Holde nicht mehr in der Stadt der Banker, sie wollte es bodenständiger und zog in den Ort, wo die Liebe wohnt, nach Klein-Umstadt.
Und was kann es schöneres für einen "Dancing Bull" geben, wenn er seine Liebe im Kreise seiner "Brüder" offenbart. So rief denn Andreas Kämpfer seine Sybille auf die Bühne und fragte sie vor den Kumpels und all den Zuschauern im Saal: "Willst du mich heiraten?" Die so Überraschte war schier fassungslos und hauchte ein überglückliches "Ja, ich will" in das Mikrofon.
Ein ebenso einzigartiger, wie gelungener Abschluss einer Veranstaltung, von der Generationen später noch erzählt werden wird.

Bild und Text: Johmann

Anhang: odenwaelder_bote_2009-02-02.pdf


Odenwälder Bote
02.02.2009

Zwanzig Minuten StraĂźenvergnĂĽgen in Klein-Umstadt
Zur Kerb gab's Kultur, StraĂźenumzug und Kerbspruch

(neu) "Wemm is die Kerb? - Unser" war zu hören am Sonntag in den Straßen von Klein-Umstadt. Der dortige Kerbverein wartete wieder mit einem kleinen, aber feinen Programm auf, das sich auf insgesamt fünf Tage verteilte. Es ist schon fast guter Brauch, dass neben der klassischen Kirchweihfeier mit Musik, Straßenumzug oder Kerbspruch auch Kultur geboten wird. Am Freitag gastierte im Bürgerhaus der Kabarettist Clajo Herrmann mit seinem Programm "Haftung inbegriffen". Die Reihenfolge im Kerbprogramm, für das sich der Kerbverein 1989 Klein-Umstadt (KVK) verantwortlich zeichnet, ist gut ausgesucht. Die Feier beginnt mit einem Kulturschock, erwartet man doch normalerweise Dicke-Backe-Musik und wenigstens Halbe-Liter-Krüge voll von Bier. In Klein-Umstadt ticken die Kerbuhren anders. "Wenn es die Terminplanung interessanter Künstler zulässt, buchen wir jemanden für einen unterhaltsamen Kerbabend der anderen Art. Das hat schon einige Male erfolgreich geklappt. Und auch dieses Jahr sind wir mit der Zuschauerzahl wieder zufrieden", so Gregor Koch, Erster Vorsitzender im Kerbverein und zugleich Kerbvadder 2008, der sich über mehr als 80 Gäste am Freitagabend freute. Dieses Jahr vergnügte sich das Publikum mit der "leichteren Hälfte des Ersten Allgemeinen Babenhäuser Pfarrer(!)-Kabarett-Duos". Clajo Herrmann eilte mit seinem Solo-Programm "Haftung inbegriffen" durchs Leben und klärte bissig bis witzig viele Fragen dazu - zum Vergnügen der Zuhörer. "Das neue Programm erlaubt mir, so aufzutreten, wie ich mich am wohlsten fühle: schlipsfrei, meist auf einem Hocker, Kleinigkeit zu trinken. Und jeder ahnt: der spielt nicht, der ist so", bringt der Künstler sein minimalistisches Bühnenoutfit auf den Punkt. Am Samstag fand die klassische Kerbveranstaltung statt - mit Livemusik und Tanz im Bürgerhaus. Dazu wurde warmes Essen gereicht. Und am Folgetag hatte die Kerb dann endgültig ganz Klein-Umstadt im Griff. Oder zumindest einen großen Teil. Eine Handvoll Wagen unter anderem aus dem Musikzug der örtlichen Feuerwehr oder dem Kleintierzuchtverein schlängelte sich durch den Ort bis zum Bürgerhaus. "Der Country Club lässt sich immer wieder was Neues einfallen", war ein Zuspruch aus den Zuschauerreihen. Die beiden "Kerbvadder" Dirk Eckhard und Gregor Koch kamen hoch zu Ross daher. Sie bestimmten dann beim Kerbspruch das Geschehen. Dieser versprach "Ob grouß, ob kloa, ob dick or dinn - alles is im Kerbspruch drinn"! Da durfte auch die Seeverbindung zwischen Klein-Umstadt und Kleestadt nicht fehlen, wenn sich bei Regenwetter der Radweg stückweise in einen Mini-Teich verwandelt und auf dem Landweg kein Durchkommen mehr zulässt. Dieser ernst gemeinte Spaß prangert die lang ausstehende Sanierung des Radwegs an, wozu - so der Kerbspruch - bald Land in Sicht ist. Dann folgte mit dem Auftritt der Kindergruppe "Peanuts" des Kerbvereins eine Premiere, die den Beifall der Zuschauer verdiente. Diese entspannten sich bei Kaffee und Kuchen.
Am Montag stand auf dem Kerbplan der Frühschoppen in den Gaststätten, und am Dienstagabend fand die Kerbverbrennung statt. Zu diesem kurzweiligen Vergnügen lieferte die Jugend der Freiwilligen Feuerwehr Klein-Umstadt die Bewirtung. Nicht nur das Kulturprogramm am Freitag macht die Klein-Umstädter Kerb andersartig. "Solange wir hier die Halle dafür nutzen können, tun wir das auch. In heutiger Zeit ein Zelt für drei oder vier Tage zu mieten, kann eine teure Angelegenheit für den Verein werden. Außerdem wird die Halle gut angenommen von den Kerbbesuchern", erklärt Gregor Koch ein weiteres Merkmal, wodurch sich die Klein-Umstädter Kirchweih von anderen Veranstaltungen dieser Art unterscheidet. Dass der Kerbverein nicht nur für die Kerb zuständig ist, sondern ein Stück weit das kulturelle Ortsgeschehen in abwechslungsreicher Weise mitprägt, verraten die Internetseiten www.kerbverein89.de des Vereins.

Bild und Text: Andreas Neubert

Anhang: Odenwaelder_Bote_2008-09-16.pdf


Odenwälder Bote
16.09.2008

Klein-Umstadt: Kabarett, Tanz, Umzug
KLEIN-UMSTADT. Die Klein-Umstädter Kerb wird am ersten Septemberwochenende ab Freitagabend (5.) gefeiert, mit einem attraktiven Programmpunkt: Clajo Herrmann vom „Ersten Allgemeinen Babenhäuser Pfarrer-Kabarett“ kommt ins örtliche Bürgerhaus und spielt dort sein Soloprogramm „Haftung inbegriffen“. Einlass ist ab 19 Uhr, Karten gibt’s in Klein-Umstadt im „Laden ums Eck“ und bei Röhnke, in Umstadt im Umstadt-Büro. Für Samstag (6.) ist ab 19 Uhr Kerbtanz im Bürgerhaus angekündigt. Am Sonntag (7.) geht’s dort um 10 Uhr mit Frühschoppen und Mittagessen weiter. So gestärkt kann man sich ab 14 Uhr den Umzug ansehen und um 15 Uhr zum Kerbspruch Kaffee und Kuchen bestellen.

Auch für Montag (8.) ist ab 10 Uhr Frühschoppen angesagt. Die Klein-Umstädter Kerb klingt am Dienstag (9.) mit der Kerbverbrennung um 20.30 Uhr vor dem Feuerwehrhaus aus.

aus
26.8.2008

Originalbericht

Darmstädter Echo
26.08.2008

Mundstuhl (13.10.2007)
Jubiläumsgastspiel von Mundstuhl brachte Saal zum toben

(Jo) Zehn Jahre sind jetzt schon vergangen, seitdem das Duo "Mundstuhl" wie ein Faustschlag ins Licht der Öffentlichkeit trat. Zunächst waren nur die kurzen Radiospots zu hören, dann machten sich Lars Niedereichholz und Ande Werner daran, den Erfolg auch Live in großen Sälen zu suchen. Mittlerweile sind sie eine der lustigsten Comedians Deutschlands geworden und füllen auch große Hallen. So war es auch in Klein-Umstadt, beim Jubiläumsgastspiel, das unter dem Motto "Höchststrafe" stand. Die Echopreisträger, mit inzwischen 1 Million verkaufter CD's, waren schon einmal im Bürgerhaus zu sehen und fühlten sich an diesem Abend fast schon wie zuhause. Wie ein Taifun fegten ab 20 Uhr die Slapstick-Einlagen über die Köpfe der zahlreichen Zuschauer hinweg. Aber Abducken half wenig, der nicht ganz alltägliche Humor ließ keinen ungeschoren. Allerdings, das Publikum wollte den total abgefuckten Witz und es bekam ihn.
Die "Mundstuhl" Jungs zeigten auch nach 10 Jahren keinerlei Ermüdungserscheinungen. Sie sind immer noch voll auf "Dragan und Alder" abgefahren und kokettieren zudem immer noch mit den ganz alltäglichen "Ossi-Plattenbau-Problemen" der Ein-Job-Freundinnen Peggy und Sandy: Obwohl Peggys ältester Sohn Justin mittlerweile eine ordentliche Kurzhaarfrisur hat und stets festes Schuhwerk trägt, macht sich Peggy immer noch Sorgen. In Justins Zimmer hat sie 23 blaue Briefe aus den letzten 6 Wochen gefunden und seine neue KISS-Tätowierung ist noch immer nicht fertig (Das K und das I fehlen).
Selbstverständlich sind die Erfinder der Kanack-Comedy "Dragan und Alder" aktueller den je, immerhin haben die beiden vor kurzem ihren ultrakorreggden Hausschuhabschluss gemacht. So wütend wie noch nie zeigt sich auch der ständig ausrastende Andi und die beiden unnachahmlich soften Friedensaktivisten von "No Presssure", präsentieren ihren aktuellen Integrationshit "Wir sind nett zu dunkel häufigen Menschen". Das Klein-Umstädter Publikum durfte sogar netterweise mitsingen.
Stark auch die Erzählung von Alder, wie er einem "voll korreggdem" Teppichhändler die uralten Perserteppiche seiner Oma andrehte und dafür einen Flokati-Flickenteppich erhielt. Allerdings musste er diesen nach dem Baukastenprinzip selbst zusammenbauen, denn das Fell zum Teppich haftete noch auf den Meerschweinchen, die ihm der "voll korreggde" Geschäftsmann überlassen hatte. Auch die Sache mit der Lastwagenladung voll Marlboro Zigaretten ging für Alder schief. Statt von nun an im Geld zu schwimmen, musste er die Glimmstengel selber rauchen, denn niemand wollte seine Marlboro Ultra. Da könne man ja gleich hinter einem Raucher herlaufen und dessen Rauch einatmen, denn das wäre dann ebenfalls "Ultra". Hart an der Schmerzgrenze war auch schon die Geschichte vom "geteilten Land". Wie beim hessischen Asterix Band "Hiwwe und Drüwwe", der sich mit den Frankfurtern und Offenbachern befasst, gibt es auch hier eine "Demarkationslinie". Anstatt des Mains ist dies im Umstädter Land die B 45. Der Live Report aus der Nervenheilanstalt entwickelte sich zu einer Sexualaufklärung der kosmischen Art. Aber weniger für den Sexualkundeunterricht in der Schule geeignet.
Die beiden können auch Instrumente spielen und bekamen für ihren Gitarrenritt, den Alder inszenierte und der von Dragan perfekt auf der Melodica begleitet wurde, stürmischen Applaus.
Später sollte es noch besser kommen, denn beim Lied "Wir werden alle mit dem Bus geholt", verfiel der Saal in ein kollektives Klatschen und hätte jeder Faschingsveranstaltung Ehre gemacht.
Nach dieser narrhallamäßigen Slapstickeinlage beschäftigte man sich noch mit der globalen Erderwärmung. "Die Pole schmelzen" rief Alder in den Saal. "Was", erwiderte Dragan, "die Polen stehen doch am Frankfurter Hauptbahnhof und bieten ihre Arbeit an, für 2,50 Euro die Stunde!"
Selbst die Vorstellung der zu erwerbenden Fanartikel machten die beiden noch zu einer glamourösen Comedyshow. Wer jetzt keine CD oder ein Mundstuhl-T-Shirt kaufte, der musste wohl ohne Geld nach Klein-Umstadt gekommen sein. Denn, wer kann schon solch einem schlitzohrigen Werbefeldzug widerstehen.

Text: Johmann

Odenwälder Bote
16.10.2007

Fastnachtssitzung (12.01.2008)
Klein-Umstädter Kerbverein bot
unterhaltsame Muppetshow


(Jo) Auch in diesem Jahr wurde der rote Faden um den Klein-Umstädter Elferrat, der sich von Sitzung zu Sitzung zieht, weiter gesponnen. Diesmal hatte der Elferrat sich eine tolle Muppet-Show ausgedacht und dazu ein perfekt stilechtes Bühnenbild gezimmert. Wie vielleicht noch in Erinnerung, war der Elferrat im vergangenen Jahr vom teuflischen Dr. Tod entführt worden. Allerdings gelang es dem Komitee, sich noch während der laufenden Fastnachtssitzung zu befreien. Bei der neuerlichen Kampagne musste sich der Elferrat noch immer von den Strapazen der letztjährigen Entführung erholen. Daher galt es auch in diesem Jahr Ersatz für den Elferrat zu suchen. In einem TV-Nachbarstudio wurde schließlich passender Ersatz gefunden.
Begrüßt wurden die bunt kostümierten Gäste im Saal durch Jörg Heil, Dirk Stadtfeld und Holger Schwarz. Letzterer begann die Moderation als Kermit, dem Frosch aus der Muppet-Show.
Aber, schnell entrissen die auf der Muppet-showempore sitzenden nörgelnden Rentner Walldorf (Jörg Heil) und Stadtler (Dirk Stadtfeld) dem Star-Frosch das Moderatoren-Zepter aus der Hand.
Nach diesem ersten Höhepunkt folgte schon ein weiterer. Angesagt hatten sich "Funky Fresh", eine Teeny-Tanzgruppe vom Kerbverein. Die Nachwuchsgarde tanzte als Bankräuber verkleidet, zu einem "Gangstermix" und dem Hit-Song "Sexy Back" von Justin Timberlake.
Das Dorf- und Weltgeschehen glossierte danach Peter Dyroff vom Kerbverein. Er erinnerte in seiner Rede an die Mehrwertsteuererhöhung, die Milliardengewinne der Banken, die unverschämt hohen Managergehälter und dass man mit Hartz 4 zu einem Überlebenskampf verdammt ist. Angekreidet wurde von ihm auch, dass Deutschland der neuen Weltwirtschaftsmacht China immer noch Entwicklungshilfe zahle. Frühere politische "Größen" seien in das europäische Parlament weggelobt worden, weil sie selbst für Berlin noch zu "bleed" waren. Jetzt aber würden sie weiterhin noch ihren Blödsinn verbreiten, wie bei der geplanten, aber gott-seidank gescheiterten, "Apfelweinverordnung". Auf lokaler Ebene erwähnte Dyroff die "Schilder weg" Aktion der FDP. In der Klein-Umstädter Windfangstraße habe man aus diesem Grund zwei Schilder ausgegraben, die dort aber sehr sinnvoll gewesen wären.
Anschließend boten die hübschen "Firebirds" vom SCV-Schwedengarde in Stockstadt eine hervorragend inszenierte Tanz-Traum-Schau. Die flotten Girls tanzten zu den "Falco" Songs: "Der Kommissar", "Rock me Amadeus", "Jeanny" und "Out of the Dark", aus dem Musical "Falco meets Amadeus", das die Geschichte des bei einem Autounfall verstorbenen Stars erzählt. Eine Choreografie, wie man sie nicht alle Tage zu sehen bekommt.
Nun gehörte die Bühne Jannik Eckhardt, dem 10-jährigen Nachwuchstalent des Kerbvereins.Der kommende Klein-Umstädter Fastnachtstar hielt eine Büttenrede zum Thema: "Mein Vater der Fastnachter!"
Mit einer Schunkelrunde sorgte Alleinunterhalter Jörg Ratz am Keyboard für Stimmung im Saal. Danach erschien eine chinesische Köchin in der Bütt. Silvia Dräut, der Star von der Gernsheimer Weiberfastnacht, rührte heftig in der asiatischen Küche.
Schwungvoll weiter ging es auf der FastnachtsbĂĽhne mit den "Soul Dancers" vom "Killer Sports Studio". Die Gruppe lieferte eine mitreiĂźende Tanzshow im Hip-Hop Stil.
Jetzt ging es in die Pause und danach war erstmals auf der Klein-Umstädter Fastnachtsbühne der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Klein-Umstadt zu hören. Mit seinem mitreißenden Sound animierte der Musikzug die Gäste im Saal zum Mitklatschen und die Stimmung erreichte einen weiteren Höhepunkt.
Helmuth Späth (Reinheim) und Simone Sior (Klein-Umstadt) lieferten in der Bütt einen Sketch, der sich auf dem "stillen Örtchen" abspielte. Ein absoluter Brüller, denn die Pantomime der Beiden war erstklassig. Auch die nächste Bütteneinlage der Gebrüder Heil mit Cousin Gunst spielte sich in dieser "anrüchigen" Szenerie ab.
Fetzig weiter ging es mit den "Zuckerpuppen" vom Kerbverein. Sie tanzten als Cowgirls zu Bill Ramsey's "Zuckerpuppe", "Caipirinja" von "Möhre" und "Cowboy und Indianer" von Olaf Henning.
Wegen des Rauchverbots im Saal folgte nun schon eine zweite Raucherpause, fĂĽr alle, die ohne Glimmstengel hilflos sind.
Die "Independent Girls" vom Kerbverein luden nach der Pause als "Dance Company of the Muppet Show" zu einer furiosen Tanzeinlage ein. Auf der Bühne ertönten nun die Super Hits "For you" von den "Discoboys", "Every time we touch" von "Cascada" und ein Nelly Furtado sowie Justin Timberlake Remix.
Versteigert wurde von Peter Dyroff an diesem Abend ein Exemplar des berühmten "Dancing Bull" Kalenders. Alle in diesem Kalender verewigten Mitglieder des Männerballetts hatten ihn sogar handsigniert. Stefan Menge aus Heubach erhielt für 60 Euro den Zuschlag. Später gab er den Kalender an den Protokoller zurück und ließ ihn nochmals versteigern. Dieses mal kamen 70 Euro zusammen. Der Erlös kommt der Kinderkrebshilfe zugute.
Mit Helmuth Späth folgte ein Lachsalvengarant aus Reinheim, der schon auf allen großen Fastnachtsitzungen in der Umgebung zu Gast war. Sein größter Erfolg war ein Auftritt mit dem berühmten "Kölner Botterblömche".
Noch einmal war danach der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Klein-Umstadt zu hören, bevor die "Outer Limits" vom Kerbverein über die Bühne wirbelten. Als Hommage zu Quentin Tarantinos Film "Kill Bill", erschienen die Tänzerinnen im Kostüm der "Braut" und boten einen tänzerischen Augenschmaus, gewürzt mit dem Film Soundtrack aus "Kill Bill".
Jörg Ratz ließ die Tasten rotieren und der Schunkelwalzer heizte noch einmal dem Publikum ein, das sein Bestes gab.
Belohnt wurde man jetzt mit dem Auftritt der "Dancing Bulls", dem KVK Männerballett. Ihr Tanz als Mönche war allererste Fastnachtssahne. Der Einmarsch der "Gladiatoren" war angelehnt an Monty Pythons "Ritter der Kokosnuss". It's Showtime hieß es beim tänzerischen Höhepunkt der behaarten Tanzgruppe als der Coversong "Schaut" der Saarländischen Kultband "Schaafa Sämpf" ertönte. Zu guter Letzt folgt mit Möhres "Nakidei" die frenetisch erklatschte Zugabe, bei der die Dancing Bulls wie gewohnt nackte Haut zeigten. Besonders das weibliche Publikum zeigte sich überaus entzückt.
Das groĂźe Finale aller Mitwirkenden lieĂź die Sitzung schlieĂźlich stimmungsvoll ausklingen.

Bild und Text: Johmann

Odenwälder Bote
15.01.2008

Fastnachtssitzung (12.01.2008)
Fastnacht mit Muppets
Sitzung: Kerbverein lässt in Klein-Umstadt die Puppen tanzen - Ein Duo ersetzt den Elferrat

KLEIN-UMSTADT. Der klassische Elferrat hat ausgedient. Jedenfalls in Klein-Umstadt. Dort ist er im vergangenen Jahr entführt worden, wurde angeblich befreit, ist aber bis heute nicht wieder bühnentauglich. Dafür ließ der Kerbverein, der im Umstädter Stadtteil auch für die Fastnacht verantwortlich zeichnet, am Samstag die Puppen tanzen.

Karneval als Muppet-Show. Zwei Rentner statt eines Sitzungspräsidenten. Nörgelnd in die fünfte Jahreszeit. Dirk Stadtfeld und vor allem Jörg Heil haben diese Rolle perfekt durchgehalten.

Von der Empore über der Bühne konnte das Duo viele auswärtige Gäste begrüßen, denn der Klein-Umstädter Kerbverein hat viele Freunde - beispielsweise in Stockstadt und Gernsheim, aber auch in Groß-Zimmern und Reinheim, von wo Büttenkasper Helmut Späth kommt und jetzt im Bürgerhaus wieder einmal die Kunst des Kalauers zelebrierte.

Erstmals mit dabei war der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Klein-Umstadt, der allerdings fĂĽr eine "Guggemusigg" noch zu viele Noten traf. Erneut mit dabei war der junge BĂĽttenredner Jannick Eckhardt, mit seinen zehn Jahren ein beeindruckendes Nachwuchstalent.

Der Kerbverein verfügt auch über einige eigene Tanzgruppen, von denen die "Independent Girls" und die "Outer Limits" im letzten Drittel besonders beeindruckten. Nicht zu vergessen natürlich die „Dancing Bulls“, das närrische Klein-Umstädter Männerballett, das nicht nur das Finale einläutete, sondern auch mit einem humorvoll-erotischen Fotokalender Spenden für die Kinderkrebshilfe sammelt.

aus

Originalbericht

Darmstädter Echo
14.01.2008

Mundstuhl (13.10.2007)
Da helfen nur noch Nervenärzte
Comedy: Aus dem Abseits der Gesellschaft: Das Duo Mundstuhl mit seinem Programm „Höchststrafe“ in Klein-Umstadt

KLEIN-UMSTADT. Es ist reine Nervensache, das Comedy-Duo Mundstuhl aus Frankfurt zu ertragen. Und es könnte für manch einen im Publikum eine Höchststrafe sein, den derben Witzen zu folgen, eingepfercht in ein rasantes, zweistündiges Programm ohne Pause, das ebenso mit „Höchststrafe“ titelt. Dementsprechend treten Ande Werner und Lars Niedereichholz am Samstag im Bürgerhaus Klein-Umstadt gleich als Nervenärzte ins Rampenlicht, im Hintergrund Gebäudeumrisse einer Nervenheilanstalt, die die nächsten zwei Stunden einige Insassen ausspucken wird.

Nach zehn Jahren erfolgreicher Comedy präsentieren die Komiker nun Auszüge ihrer neuen CD, die seit September auf dem Markt ist. Dazu zählen erneut die Vorstadtproleten Dragan und Alder. Das Publikum tobt, wenn die beiden in bester „Kanak-Sprak“ sich ihre grammatikalischen Wunderwerke zur gegenseitigen Begrüßung wie „He, du Aschlöcher“ um die Ohren hauen. Und die beiden freuen sich: Endlich haben sie ihren „voll krassen, ultrakorreggden Hausschuhabschluss“ geschafft.

Direkt aus der Heilanstalt rast Andy (Niedereichholz) auf die Bühne, um ständig ausrastend von seiner „elefantistischen“ Gattin zu erzählen, die bei einer Wassergeburt im Bodensee einen Tsunami auch in der Schweiz und Österreich auslösen würde. Die Messlatte des guten Geschmacks wird gar nicht erst ausgepackt. Und so wundert es nicht, dass die beiden Heather McCartney mit ihren Protesten eins über die Rübe geben wollen. Auch singen sie als debiles Duo „No Pressure“ aus der Friedensbewegung gegen den Rassismus an, mit ihrem Integrationshit „Wir sind nett zu dunkelhäutigen Menschen“. Nett anzuhören sind auch Peggy und Sandy, zwei asoziale Damen aus dem sächsischen Plattenbau. Endlich hat Peggys Sohn echte Freunde, mit festem Schuhwerk. Diese schenkten ihm sogar eine Tätowierung von „Kiss“, bei der nur noch das „K“ und das „I“ fehlt.

Ohne Pause toben die Komiker in skurrilem Outfit über die Bühne, stampfen Figuren aus dem Boden, die gesellschaftlich im Abseits stehen, und zeichnen so ein Bild der dumpfen, bierseligen deutschen Gesellschaft. Knapp 300 Zuschauer sind begeistert. Ihre Helden haben es nicht leicht. Oma und Opa sind Geschwister, Onkel Herbert ist der Vater. Er ist taubstumm, die Mutter strunzdumm, die Tante die Schwester. Wen wundert’s, wenn die beiden Comedians ähnliche Familienstrukturen in Klein-Umstadt vermuten. Mit dem Mitmach-Lied, „Inzest lalalala“, bei dem alle die Hände solidarisch in der Luft wiegen, verbünden sie sich glanzvoll mit den Dorfbewohnern. Da helfen nur noch Nervenärzte.

Das Duo Mundstuhl kommt am 11. Januar 2008 in die Aula der Hochschule Dieburg, am 12. Januar in die Jahnturnhalle GroĂź-Gerau. Im Internet: www.mundstuhl.de.

Monika Wick

Originalbericht

Darmstädter Echo
15.10.2007

1. Allgemeines Babenhäuser Pfarrer Kabarett (31.05.2007)
Lachsalven am laufenden Band erschallten im Klein-Umstädter Bürgerhaus. Auslöser war das "Erste Allgemeine Babenhäuser Pfarrer-Kabarett". Hans-Joachim Greifenstein (links) und Clajo Herrmann präsentierten auf Einladung des Klein-Umstädter Kerbvereins ihr neues Programm: "Kopf hoch, Goliath!"

Pfarrer-Kabarett glänzte mit rasanter Comedy und ohne Heiligenschein
"Unsere Zukunft war frĂĽher auch besser"


(Jo) Schon die Lektüre des Programmheftes "Kopf hoch, Goliath!" machte den Besuchern des Pfarrer-Kabarett, im Klein-Umstädter Bürgerhaus, jede Menge Spaß. Humorvoll pointieren die beiden beurlaubten Pfarrer, Hans-Joachim Greifenstein und Clajo Herrmann, in diesem Heftchen ihren Werdegang von der Kanzel auf die Comedybühne. Aber auch vom nun folgenden Live-Programm wurde man nicht enttäuscht. Man war "im Auftrage des Herrn unterwegs" und zwar auf der Suche nach einer wundersamen Vermehrung der Protestanten. Kinder sind natürlich immer ein beliebtes Zielobjekt, wenn es darum geht, schon in frühester Jugend die Weichen für einen guten christlichen Glauben zu stellen.
Aber so einfach ist das in der heutigen Zeit der Hightech-Kinderzimmer gar nicht. Deshalb war auch die Frage von Clajo Herrmann an seinen Partner berechtigt: "Wann hast du denn das letzte Mal ein Kind auf freier Wildbahn gesehen?"
Heute müsse man den Kindern per PowerPoint-Präsentation etwas beibringen, denn auf direkten menschlichen Kontakt seien diese kleinen Wesen doch gar nicht mehr vorbereitet. Früher habe man den "Goldenen Schuss" von Lou van Burg im Fernsehen gesehen. Das, so die Comedy's, wäre damals die "brutalste Sendung" gewesen. Heute herrsche in den Kinderzimmern der "Krieg im Computer". Man könne rückschauend Karl Valentin nur recht geben, der einmal meinte: "Unsere Zukunft war früher auch besser". Wenn man beim Autofahren Mist baue, dann müsse man zum "Idiotentest". Aber Mama und Papa könne jeder werden. Das Auto sei dem Staat wohl wichtiger als die Kinder. Auch der Papst wurde in die Comedyshow eingebaut. Er habe bei seinem 80. Geburtstag so entspannt ausgesehen. Ja kein Wunder, meinten die beiden, er sei ja auch nie verheiratet gewesen.
Die Kirche müsse moderner werden, so sage man. Sogar Unternehmensberater hätten sich schon dem "Projekt Kirche" angenommen. Freundlicher solle man den Glauben verkünden und Events bringen. Am liebsten wäre es diesen Beratern doch, wenn es auch in den Kirchen einen Eisbären "Knut" gebe. Dann würden sich die leeren Bänke doch ganz schnell wieder füllen.
Vielleicht könne man den "Katholischen" ein paar Gläubige abjagen, wenn man beispielsweise eine Feinstaubmessung beim Weihrauchwedeln vornehme. Dann würden vielleicht etliche Christen in die feinstaubfreie Zone der evangelischen Kirchen flüchten. Köstlich auch die satirische Schilderung eines Umzuges. Am Ende meinte man, zu jedem Umzug gehöre eigentlich auch ein Umzugsseelsorger.
Die "Evangelischen" müssten Leitkultur werden. An diesem Programm müsse man hart arbeiten, bis es endlich heißt: "Wir sind Luther!" Der heutige Mensch, so resümierte das Pfarrer-Kabarett", sei eigentlich total verweichlicht. Ganzheitliche Ernährung sei das Zauberwort und natürlich "Wellness". Für solche Leute sei der Verzehr eines frisch gebackener Leberkäses ein halbes "Körper-Tschernobyl". In der Steinzeit wäre die Welt noch in Ordnung gewesen. Damals habe die Frau zum Mann gesagt. "Hol Fleisch!" Bei der heutigen Müsligeneration müsse der Bio-Metzger die Wutz tot streicheln.
Zwei Stunden lang hatten die beiden Pfarrers nun schon das Publikum mit Slapsticks am laufenden Band erfreut. Eigentlich wollte man die beiden gar nicht mehr von der Bühne lassen. Aber, einmal muss Schluss sein und nach einer kleinen Zugabe bedankte sich das Publikum nochmals mit tosendem Applaus. Zufrieden sein konnte auch der Klein-Umstädter Kerbverein als Veranstalter, denn das Haus war ausverkauft.

Text: Johmann (Bild: KVK)

Odenwälder Bote
05.06.2007

Hennes Bender (21.04.2007)
(Jo) Dem Klein-Umstädter Kerbverein war es wieder einmal gelungen, eine der bekannten Showgrößen aus Funk und Fernsehen in das heimische Bürgerhaus zu locken. Mit dem Comedystar Hennes Bender kam Einer in den Stadtteil, den man aus zahlreichen diversen Fernsehsendungen kennt, wie beispielsweise "7 Tage-7 Köpfe", "Stratmanns*", "Genial daneben" oder "Ottis Schlachthof. Wer ihn dort schon mal gesehen hat, der wird nach dem Abend in Klein-Umstadt festgestellt haben: Life ist er echt und noch besser. Was da in rund zweieinhalb Stunden, unterbrochen von einer kleinen Pause, auf die Besucher einprasselte, das war allererste Unterhaltungssahne. Bender sprüht vor Energie und seine Witze und Wortspielereien liegen dabei nie unter der Gürtellinie. Plattitüden mag er nicht, dafür aber die Paradoxie. Warum malen eigentlich die Girlies und Fans der Teenie-Gruppe "Tokio Hotel" die Namen der Band Mitglieder auf Schilder und recken diese dann den Jungs beim Konzert entgegen? Ja meinen die denn, die Jungs wüssten ihre eigenen Namen nicht mehr? Ein Paradoxum sei auch der Satz: "Ich bin eingefleischter Vegetarier", oder was, bitteschön, ist eigentlich eine Doppelhaushälfte? Ergötzen kann Bender sich ebenfalls am Ausspruch: "Fahr mal langsam schneller!" Tja, meint der Comedystar, wir leben heute in einer Zeit, wo ein Dieter Bohlen darüber entscheiden darf, wer morgen ein Star ist. Das Publikum nimmt er mit auf diesen Comedy-Train und es muss mitmachen, ob es will oder nicht, da kennt ein Bender keine Gnade. "Sagt mir, wo kommt ihr denn her?" Bender erfuhr, dass sogar welche aus den "Zonenrandgebieten" angereist waren, also aus Bayern. Eine Dame aus Klein-Umstadt wohnte noch vor einem Jahr in Herne. Was Bender ganz glücklich machte, denn er komme ja, bekannterweise, aus Bochum. Auf den Bochumern laste das Schicksal des Bergbaus, denn viele glaubten, die Menschen dort wären im Bergbau geboren, also quasi unter Tage. Bender erzählt gerne von seiner Kindheit und der ersten Erektion. Die erlebte er beim Musikladen und dem obligatorischen Auftritt der leicht bekleideten "Go, Go, Girls". Aber insgesamt hätten sich die Zeiten ja sehr gewandelt. Wäre früher die schlimmste Strafe für Kinder der Hausarrest gewesen, so sagen die Eltern heute zu ihren Sprösslingen: "Du warst nicht brav, du gehst jetzt raus spielen!"
Aber auch ein Bender kommt in die Jahre. Früher habe man sich beim Bolero von "Ravel" geliebt. Stolze 15 Minuten lang ist das Stück. Heute wäre ihm das entschieden zu lang.
Aber auch seine soziale Ader machte Hennes Bender an diesem Abend publik. Als Michael Schumacher seine Rennfahrerkarriere beendete, hätten die Medien in großen Lettern verkündet: "Ein Held tritt ab". Ja was sei denn das für ein Held, der immer nur im Kreis fuhr. Helden wären für ihn Leute, die in Altersheimen und Krankenhäusern arbeiten, oder behinderte Menschen betreuen. Das, so Bender, seien die wirklichen Helden. Das sah auch das Publikum so und spendete spontan Beifall.
Schwierigkeiten habe er auch mit der Bibel, die besonders von den Amerikanern wortgetreu ausgelegt werde. Diese würden auch größtenteils nicht an die Evolution glauben.
Bei solchen Diskussionen habe er Amerikaner gefragt, wieso denn in der Bibel keine Dino-Saurier erwähnt werden. Die habe es nie gegeben. Aber die zahlreichen Knochenfunde, habe er gewagt zu entgegnen. Ja, die habe Spielberg vergraben, um sie für seinen Film "Jurassic Park" zu verwenden! Aber, wie in der Bibel bei Adam und Eva niedergeschrieben, eine sprechende Schlange, die habe es gegeben?
Mit der Fast Food Gesellschaft hat es Bender ebenfalls nicht so gerne zu tun. ."Mac Donald" bezeichne sich selbst als Restaurant. Da könne man doch auch an jede Brücke schreiben: "Das etwas andere Hotel". Köstlich war von Bender auch die Einlage des Miriam Makeba Hits "Pata, Pata". Tanzend und singend hüpfte er über die Bühne und die Leute trampelten vor Begeisterung. Natürlich durfte bei der Imitatorenspielerei auch Herbert Grönemeyer nicht fehlen. Ein Streifzug durch.Herberts Hitparade" war allererste Comedysahne. Zum vielumjubelten Schluss. bot Hennes Bender eine Modelshoweinlage für eine Dame vom Kerbverein und für ihre 7 Megapixel Kamera. Zudem erläuterte er, wie man den Harndrang mit einer Beckenbodenübung erfolgreich unterdrücken kann. Und als vorerst letzte Zugabe folgte noch die Sache mit dem Anruf eines Freundes, der auf den Anrufbeantworter sprach, aber mit den nur zur Verfügung stehenden 60 Sekunden gar nicht klar kam.
Schließlich wurden die Zuschauer zum guten Schluss mit Nebelkanonen.beschossen". Aus dieser Nebelwand erschien einer der "Retter der Welt" und Lieblingsfigur von Hennes Bender: "Batman", der Fledermaus-Mann. Eine gelungene Parodie von Bender, der nun endgültig von der Bühne verschwand. Anschließend konnten die Fans noch DVD´s oder ein Fan T-Shirt kaufen. Die 10 Euro, die das Shirt kostet, spendet Bender für eine Einrichtung, die behinderte Kinder betreut. Freuen darf man sich schon auf die nächste Einladung des Kerbvereins. Am 31. Mai wird das "Erste Allgemeine Pfarrer-Kabarett" zu Gast auf der Klein-Umstädter Bürgerhausbühne sein. Das Duo präsentiert an diesem Abend das brandneue Programm: "Kopf hoch, Goliath!"

Bild und Text: Johmann

Odenwälder Bote
24.04.2007

Tanzturnier Höchst (03.03.2007)
Männerballett des Kerbvereins Klein-Umstadt bestritt sein erstes offizielles Turnier

(Jo) Anfang März fand, unter der Schirmherrschaft des Carneval-Club Höchst, das erste Höchster "Männerballett-Turnier" in Höchst statt. Zu diesem Turnier trafen sich 11 Gruppen aus ganz Hessen. Mit dabei waren Formationen aus dem Vogelberg, aus Sandbach, Erbach, Michelstadt, Eppertshausen, Bullau, Rimhorn, Hirschhorn, Hiltersklingen und Beerfelden.
Erstmals beteiligte sich auch das Männerballett des Kerbvereins Klein-Umstadt an dieser Veranstaltung. Da dies somit absolutes Neuland für die Jungs war, wusste man natürlich nicht so recht, was da wohl auf die Gruppe zukommen würde.
Da man aufgrund des Mutterschutzes der Trainerin keinen aktuellen Tanz im Repertoire hatte, griff man auf den Tanz. "Aber bitte mit Sahne" aus der Kampagne 2006 zurück. Leider musste die Gruppe auch einige Mitstreiter aus dem damaligen Kader ersetzen. Somit trat man mit einer fast neuen Formation bei diesem Turnier an. Mit der Startnummer 3 stürmten die feschen Kloa-Imschter Jungs die Bühne und hinterließen als flippige "Rentnerinnen" eine große Sahneschlacht auf dem Parkett. Dadurch verzögerten sich allerdings die nachfolgenden Darbietungen um etliche Minuten. Obwohl man die einzige am Turnier teilnehmende Gruppe war, bei der das Publikum sogar Zugaberufe im Saal erschallen ließ, war das Ergebnis am Ende leicht enttäuschend. Von den Gruppen aus Eppertshausen, Sandbach und dem Ballett aus dem Vogelberg wurde man auf den undankbaren vierten Platz verwiesen.
Dennoch, so gab man sich optimistisch, war es für das erste Mal ein durchaus beachtlicher Erfolg. Davon abgesehen, hatte die Gruppe einen riesigen Spaß und man freut sich schon jetzt auf das nächste Turnier. Abschließend sollen noch die Teilnehmer des Kerbvereins, an diesem ersten Männerballett-Turnier erwähnt werden. Zum Team gehörten: Thomas "Billy" Schwarz, Wolfgang Hoffmann, Wolfgang Sior. Julian "OJ" Sior, Jörg Heil, Dirk Eckhardt, Armin Heil, Thomas Gleixner, Ralf Schöpfel und Gregor Koch.

Text: Johmann

Odenwälder Bote
06.03.2007

Fastnachtssitzung (27.01.2007)
Der "Musikantenstadl" war zu Gast bei der Kloa-lmschter Fassenacht

(Jo) Die Sitzung des Kerbvereins Klein-Umstadt lief in diesem Jahr unter dem Motto "TV-Show Total". Anstatt eines Elferrates, wurde die Sitzung von Elferratspräsident Jörg Heil und Daniel Heil moderiert. Ebenfalls auf der Bühne agierte Holger Schwarz, der den Bediensteten der beiden mimte. Zu "TV-Total" gehörten zahlreiche Filmplakate, die den ganzen Saal schmückten und ein Einleitungsfilm, in dem man die Verbindung zur Vorjahressitzung erklärte. Im kommenden Jahr soll aber der Elferrat wieder zurückkehren.
Im solchermaßen prächtig geschmückten Bürgerhaus startete man in die kommenden närrischen Stunden, mit den "Funky Fresh" vom Kerbverein. Schmuck sahen sie aus, die Girls in ihren feschen Zebrakostümen. Sie tanzten zu popigen Klängen und unter der Regie von Verena Steinlein. Weiter im Reigen der närrischen Jahreszeit ging es mit Protokoller Dirk Eckhardt, der als Tagesschausprecher eine super Figur machte. Er zog noch einmal einen Rückblick des vergangenen Jahres, wobei neben der Ortspolitik auch das Weltgeschehen im Mittelpunkt stand. Die "schönste Boygroup" des Saarlandes war jetzt auf der Bühne zu bewundern. Zumindest nennen sich die fünf Jungs von "Schaafa Sämpf" selbst so. Die Comedy- und Parodie Band war einer der Höhepunkte an diesem Abend. Sie bescherten den Gästen ein unvergessliches Erlebnis, die oft den Refrain der frechen Hit-Lieder mitsangen. Eine Büttenrede als "Harry Potter" hielt Nachwuchsfastnachter Jannik Eckhardt. Der Zauberlehrling hatte die Lacher auf seiner Seite und erhielt viel Beifall Tür seinen Vortrag.
Aus Dieburg und Gundernhausen kam eine Tanzgruppe, die in Skelettkostümen auftrat und zu Songs wie "Thriller" und "Twist again" die feschen Skelettknochen über die Bühne wirbeln ließen Musikalisch umrahmte in diesem Jahr erstmals Jörg Ratz am Keyboard das Fastnachtsgeschehen. Ein Gewinn für die Sitzung, denn der Entertainer verstand es immer wieder mit Schunkelrunden die närrischen Gäste in Stimmung zu bringen. Zudem begleitete er die Büttenreden mit hervorragend platzierten Tusch's, die dem Ganzen noch mehr faschingsmäßigen Esprit verliehen.
Helmut Späth, ein Fastnachtstar aus Reinheim beehrte jetzt in der Bütt den Kerbverein und seine Gäste als Bekannter des Kölner "Botterblömschen". Hier lachte der ganze Saal.
Flott waren sie drauf, die Kloa-lmschter "Keschelschneckschär". Sie luden das Auditorium zu einem Besuch im "Musikantenstadl" ein. Bei dieser hervorragend in Szene gesetzten Playbackshow durfte man Maria und Margot Hellwig ebenso erleben, wie das "Alpentrio Tirol", die "Jakob Sisters", "Gitti und Erika", "Die Wildecker Herzbuben", "Die Randfichten", die "Zillertaler Schürzenjäger" und Karl Moik.
Nach dieser tollen Begegnung mit vielen Stars, war erst einmal Pause angesagt. Weiter im närrischen Geschehen ging es mit den "Outer Limits" vom Kerbverein. Die Gäste sahen eine märchenhaft flotte Tanznummer, einstudiert wieder von Verena Steinlein. Die Tanzshow stand unter dem Motto "Alice im Wunderland", wobei "Märchenonkel" Peter Dyroff einleitende Worte aus seinem Märchenbuch von sich gab.
Jetzt kam, wie im richtigen Fernsehen erst einmal ein Werbeblock. Denn, am 21. April erwartet man in Klein-Umstadt den Kabarettisten Hennes Bender sowie am 31. Mai das "Pfarrerkabarett" und dafür rührte man kräftig die Reklametrommel. "Witz komm raus, du bist umzingelt" hieß es beim nun folgenden Auftritt von Julian Sior. Er hielt eine Büttenrede als Hausmann aus dem Oberdorf Tanzen zum Thema "Bollywood" war danach angesagt. Eine Spaßtanzgruppe des Kerbvereins tanzte zu Liedern wie "Chaiyya Chaiyya, Mahi ve" und "It's time to disco". Einstudiert von Sandra Heil.
Nach diesem tänzerischen Ausflug in indische Gefilde durfte man sich auf eine Zugabe von "Schaafa Sämpf" freuen. Wieder ging die Post ab und der Song "Mutter, das Essen war lecker" war allererste Comedy-Sahne.
Kurzfristig eingesprungen war Wolfgang Arnold als Büttenredner. Das stimmgewaltige ehemalige Umstädter Narrhalla Mitglied überzeugte als frisch vermählter Gatte. Die Hochzeitsreise mit seiner Angetrauten führte in die Staaten, aber jedes Mal wenn es endlich zur "Hochzeitsnacht" kommen sollte, kam alles ganz anders als gedacht. Unter der Regie von Jennifer Müller tanzten jetzt die "Independent Girls" vom Kerbverein. Als Thema hatten sie sich ausgewählt: "Fit for fun!" Toller Tanzspaß und das Auditorium klatschte begeistert mit. Fastnachtsurgestein Simone Sior darf bei der Kloa Imschter Fassenacht natürlich nicht fehlen. Sie bot ein humoristisches Erlebnis der besonderen Art, als Urlauberin in Bayern. Den Schlusspunkt setzte einmal mehr die Männergruppe "Dancing Bulls". Sie überraschten mit einer perfekten Modenschau und heißen Dessous. Untermalt war der Modespaß mit Songs wie "I'm too sexy", "Miracele" und "I don't feel like dancing", die perfekt, und gänzlich ohne Lampenfieber, Nachwuchsstar Jannik Eckhardt im Playbackverfahren in Szene setzte. Das Publikum bedankte sich mit riesigem Applaus, bevor alle Akteure des Abends noch einmal zum großen Finale auf die Bühne gerufen wurden.

Text: Johmann

Odenwälder Bote
30.01.2007

U-Bahn Kontrollöre (06.10.2006)
Vollgas in Klein-Umstadt
Auftritt: „U-Bahn-Kontrollöre in tiefgefrorenen Frauenkleidern“ begeistern im Bürgerhaus

KLEIN-UMSTADT. Sie sind schrill, musikalisch perfekt, mit einer durchorganisierten Show unterwegs, und sie tragen keine tiefgefrorenen Frauenkleider mehr. Die „U-Bahn-Kontrollöre“, das Frankfurter Hardcore-a-cappella-Quintett, begeisterte am Freitagabend vom ersten bis zum letzten Song das Publikum im ausverkauften Klein-Umstädter Bürgerhaus.

Wieder ein Erfolg für den örtlichen Kerbverein, der sich längst nicht mehr nur um Fastnacht und Kerb kümmert, sondern das ganze Jahr über Kulturprogramm im Groß-Umstädter Stadtteil präsentieren will. Stolz war man auf die 420 Besucher, die bereits den Eröffnungssong des neuen Programms „Vollgas“ mit frenetischem Applaus bedachten.

Viele treue Fans waren darunter, teilweise von weither angereist, von Offenbach oder aus dem Odenwald. Nur waren nicht allzu viele Klein-Umstädter Gesichter zu sehen.

Die „U-Bahn-Kontrollöre“, früher für ihre wilden Improvisationen und lange Anmoderationen bekannt, sind professioneller geworden. Ihre Show wird mittlerweile von einer Regisseurin betreut, es gibt eine ausgefeilte Choreografie, und aus den alten Programmen haben nur einige Songs wie „Pubertät“, „Jin und Jang“ oder „Hippelich“ überlebt.

Dafür covern sie auf ihre Weise kreuz und quer durch die Pop-Geschichte, karikieren mit „Kaktus“ finstere Klangwerker wie etwa „Rammstein“, begeistern aber auch mit einer sanften Version von Rio Reisers „Junimond“. Manch ein Fan der ersten Stunde mag da ein wenig das „Chaos“ vermisst haben, das sie früher auf der Bühne verbreitet haben, aber die generellen Reaktionen des Publikums scheinen dem neuen Kurs Recht zu geben.

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Originalbericht

Darmstädter Echo
09.10.2006

Kerb in Klein-Umstadt - 2006
Buntes Showprogramm
Tradition: Kerb in Klein-Umstadt mal anders - Organisatoren beschreiten neue Wege

KLEIN-UMSTADT. Vom eigenen Erfolg überrascht zeigt sich Jörg Heil vom Klein-Umstädter Kerbverein: "Der Band-Wettbewerb am Freitagabend ist prima gelaufen. Insgesamt hatten wir um die dreihundert Leute da - deutlich mehr, als wir gedacht haben." Sieger wurde die Newcomer-Band "Sex `n´ Nachos".

Klein-Umstädter Kerb mal anders: Kasperltheater mit viel "Kuddelmuddel" im Märchenland, zur Freude von rund 90 Kindern. Für die Größeren gab es einen Western-Dreikampf: Reiten auf dem elektrischen Bullen (Einzelsieger: Gary Fritz, der sich 64 Sekunden auf dem Monstrum halten konnte), Schießen mit dem Lasergewehr (Bester: Wolfgang Hoffmann) und Wettnageln (Bester: Wolfgang Sior). In der Gesamt-Einzelwertung belegte Daniel Heil den ersten Platz, Gruppensieger wurde das Team "Bullsblood". Neue Wege in Klein-Umstadt - das galt auch für den Kerbumzug am Sonntag. Geradewegs die Bahnhofstraße hinunter, mit Pauken und Trompeten der örtlichen Feuerwehrkapelle, Tänzerinnen des Kerbvereins und Fußball-Bambini. Mit dabei waren auch einige Westernreiter sowie die "Kerbschneckscher", die den Kerbspruch zelebrierten.

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Originalbericht

Darmstädter Echo
05.09.2006

Runderneuertes Kerbprogramm - 2006
Klein-Umstädter feierten ausgiebig

(neu) „Runderneuert“ – so nannte Jörg Heil vom Klein-Umstädter Kerbverein 1989 das viertägige Festprogramm, das sozusagen mit Pauken und Trompeten und mit viel Pepp beim Publikum und bei den Mitwirkenden einschlug. So wurde der Freitagabend zur „Battle of the bands“ im Wettbewerbsformat. Statt traditionellem Kerbtanz gab`s am Samstagabend viel Spaß beim Bull-riding und bei Country-Musik. Auch das Kasperle schaute bei den jungen Kerb-Besuchern vorbei. Am Sonntagmorgen flogen die Beine durch die Luft – beim Tanzturnier. Es folgte der traditionelle Kerbumzug und Kerbspruch. Am Montag startete der Frühschoppen und am Dienstag wurde Kerbstoffel Kurtchen verbrannt.

Frischer Wind in der Klein-Umstädter Kerb belebte die jährliche Veranstaltung. „Es war zwar kein Rückgang spürbar, aber Stagnation im Mitfeiern“, so fasste Jörg Heil vom Kerbverein 1989 Klein-Umstadt die vergangenen Kerbveranstaltungen zusammen. Der Kerbverein bastelte ein „runderneuertes“ Programm zusammen und schon machte sich neugierige Mitfeierlaune breit. Besonders am Freitagabend im Bürgerhaus. Dort schlugen sich und dem Publikum in der „Battle of the bands“ die fünf Gruppen „Black Port“ aus Gross-Zimmern, „Coplete“ aus Reinheim, „Emotion Elevator“ aus Aschaffenburg und „Sex´n´Nachos“ aus Groß-Umstadt die Rhytmen nur so um die Ohren. Den Contest mit Special Guest „Judy Jive“ aus Darmstadt konnten die Umstädter Musiker für sich entscheiden. Danach legten die Bullsblood DJs „The Brother Heil“ die CD-Scheiben auf für rund 300 Besucher.

Der Samstag startete mit Flohmarkt und dem ersten Klein-Umstädter Kasperltheater. Dort sortierten rund 90 junge Zuschauer mit Kasperl das „Kuddelmuddel im Märchenland“.

Abends ging`s dann richtig zur Sache beim „1. Western Dreikampf“ im Bürgerhaus – anstatt traditionellem Kerbtanz wie bisher. Die Wettbewerbsdisziplinen waren Reiten auf einem mechanischen Bullen, Wettnageln und Lasershooting.

Dazu gab`s flotte Westernmusik und Leckeres aus der Westernküche. Den Dreikampfvergleich gewann das Team „Bullblood“ und Daniel Heil in der Einzelwertung.

Weitere Ergebnisse: Einzelwettkampf/Schießen: Wolfgang Hoffmann 89 Ringe, Bullenreiten: Gary Fritz 62 sec. und bester Nagler in Klein-Umstadt war Wolfgang Sior. „Auch eine Runderneuerung muss sich erst einlaufen“, kommentierte Heil die Anzahl von rund 150 Besuchern der Veranstaltung, die die Erwartungen nicht übertraf, aber auch keinen Rücklauf bedeutete.

Die Verlegung des Kerbgottesdienstes am Sonntagmorgen vom Bürgerhaus in die Wehrkirche war für den Kerbverein keine glückliche Sache, denn so blieben die Gäste des Frühschoppens aus. Dafür lief ein Tanzturnier mit hochkarätiger Besetzung, dem Hessenmeister „Anaconda“ vom SGA Darmstadt. Sie wurden tänzerisch ergänzt von den „Glamour Girls“ der Stadtgarde Offenbach und den „Wild Angels“ vom CG Beerfelden sowie den Tanzgruppen des KVK.

Den verkürzten Kerbumzug sah auch nur eine begrenzte Anzahl von Zuschauern. „Wir hätten uns einen größeren Umzug gewünscht“, so Jörg Heil, der damit vielleicht auch insgeheim hoffte, mehr Zuschauer auf die Straße oder an die Fenster zu locken. Danach ging`s zum Kerbspruch ins Bürgerhaus, der von den „Kerbschneckschern“ gehalten wurde. Sie verstanden es, missglückten Aktionen noch eins draufzusetzen – mit ihren spöttischen Bemerkungen in Form von eigenen Liedcreationen. Es folgte die Prämierung des schönsten Umzugsbeitrags, für den die „Crazy Dancers“ die Trophäe kassierten, und der besten Tanzgruppe, die an die Offenbacher „Glamour Girls“ ging.

Der Montagsfrühschoppen verteilte sich auf die Gaststätten. Dafür fanden sich am Dienstag Mitglieder des Kerbvereins, der Kerbschneckscher und der Feuerwehr auf dem Freien Platz ein, wo Kerbstoffel Kurtchen als symbolisches Ende der Kerb 2006 unter Trauergesang verbrannt wurde.

Foto: Kerbstoffel Kurtchen ließ sich beim Umzug durch Klein-Umstadts Straßen, die auch mehr Publikum vertragen hätten, kutschieren.

Bild und Text: Andreas Neubert

www.region-odenwaldkreis.de

region-odenwaldkreis.de
05.09.2006

Kerbverein legt Hand an
v. l.: Gerhard Sturmfels, Bernd May, Thomas Schwarz, Ralf Schöpfel, Gregor Koch und Uwe Fließbach. Nicht auf dem Foto: Rüdiger Müller.

Der Klein-Umstädter Kerbverein legte nach der Bar und dem Bühnenbereich schon zum dritten Mal Hand ans Klein-Umstädter Bürgerhaus. In ca. 30 abendlichen Arbeitsstunden legten die KVK Mitglieder Kabel unter Putz, tapezierten den Schankbereich neu und nahmen Malerarbeiten an den Wänden und der Theke vor, die zuvor fachmännisch geschliffen wurde. Auch ein kleiner Vorhang, der den Thekenbereich vom „Lagerbereich“ trennt, wurde vom KVK spendiert.

gross-umstadt.de
31.08.2006

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